Abwässer biologisch klären im Pflanzenklärbeet

Pflanzenkläranlagen werden als Alternative zu anderen Kleinkläranlagen immer gefragter, denn sie weisen einige Vorteile auf: Die Klärbeete können einen Großteil der Wasserinhaltsstoffe auf natürliche Weise abbauen, sie wirken durch ihren Pflanzenbewuchs naturnah und benötigen keine aufwändige Technikausstattung, sie gelten deshalb als ausgesprochen robust. Bei fachgerechter Anlage frieren Pflanzenkläranlagen auch im tiefsten Winter nicht ein. Ebenso wissen viele Grundstücksbesitzer ihren wartungsarmen Betrieb zu schätzen.

Eine Pflanzenkläranlage besteht aus verschiedenen Elementen. Notwenig ist eine mechanische Vorreinigung, beispielsweise in Form eines Absatzbeckens bzw. Sammelschachtes oder eines Trockenfilterbeckens mit zwei Kammern. Der wichtigste Bestandteil ist das Pflanzenbeet, das mit Kies und Sand befüllt und mit geeigneten Pflanzen bewachsen ist. Aus dem Sammelschacht gelangt das Abwasser in das Pflanzenklärbeet, wo die Inhaltsstoffe von den Pflanzen zur Deckung ihres Nährstoffbedarfs aufgenommen werden. Geeignete Pflanzen sind unter anderem Schilf und Sumpfgewächse wie Binsen oder Seggen. Den in den Pflanzenwurzeln lebenden Mikroorganismen kommt besondere Bedeutung zu: Sie reinigen das Wasser umfassend auf biologische Weise.

Jede Kläranlage besitzt eine Kontrollstelle, wo in regelmäßigen Abständen die Wasserqualität geprüft werden kann, bevor das gereinigte Wasser die Anlage verlässt. Der Kontroll- oder Endschacht übernimmt außerdem noch die Funktion, den internen Wasserspiegel zu regulieren. Pflanzenkläranlagen arbeiten geruchsneutral. Ihr Platzbedarf ist im Vergleich zu anderen Kläranlagen vergleichsweise hoch, weshalb sie nicht an jedem Standort zum Einsatz kommen können.


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