Aktien und die Börse

Jede Aktiengesellschaft hat ihr Grundkapital in Aktien aufgeteilt. Doch nicht alle Aktien sind über die Börse zu beziehen. Viele Aktien existieren lediglich in den Büchern des Unternehmens, der freie Handel über die Börse existiert nicht.

Es ist auch gar nicht sinnvoll, alle Aktien über die Börse handeln zu lassen. Eine Aktiengesellschaft braucht 100.000 Euro Grundkapital, ein Betrag, der so gering ist, daß der Aufwand einer Börsenzulassung gar nicht lohnt. In der Regel muß ein Unternehmen schon mindestens 10 Mio. Euro wert sein, damit sich eine Börseneinführung lohnt.

Doch immer wieder gibt es kleine Aktiengesellschaften, die ihre Aktien an die Börse bringen. Meist handelt es sich dabei um Start-ups, die hohe Anlaufkosten für ihre Geschäftsidee über die Börse finanzieren wollen. Deren Geschäftsmodell hat sich noch lange nicht bewährt, meistens gibt es kaum nennenswerte Umsätze. Außer blumigen Ideen ist also nichts, worauf sich Anleger stützen könnten.

Unternehmen, die mit einer guten Geschäftsidee und einem soliden Geschäftsplan wachsen wollen, suchen sich ihr Startkapital über Venture Capital Gesellschaften (Risikokapital). Diese Gesellschaften verstehen etwas von den Risiken, die beim Unternehmensaufbau existieren.

Wer auf diesem Weg allerdings keinen Erfolg hat, der versucht es dann schon einmal auf dem direkten Weg über die Börse. Da hat man dann die vielen Tausend unerfahrenen Anleger als potentielle Geldgeber im Zugriff. Sie sollten sich also bewußt sein, daß Sie bei solchen Unternehmen meist nur ein zweitklassiges Management vorfinden. Kaufen Sie also über die Börse nur Aktien von Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 10 Mio. Euro.


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