Der Aktienkurs
Als Aktienkurs bezeichnet man den an einer Börse festgesetzten Preis einer Aktie. Um den Kurs zu ermitteln, wird auf zwei Werte geschaut, einmal den sogenannten Geldkurs, der den maximalen Wert darstellt, zu dem interessierte Käufer bereit sind, die Aktie zu kaufen. Zum anderen den Briefkurs, also den minimal Wert, zu dem Verkäufer dieses Wertpapieres die Aktie verkaufen würde.
Letztendlich gilt auch hier, dass Angebot und Nachfrage den Kurs einer Aktie bestimmen. Börsenmakler nehmen dazu zuerst alle eingehenden Kauf- und Verkaufswünsche entgegen und errechnen daraus, bei welchem Kurs möglichst viele Aktien geordert werden. Dies geschieht natürlich zum Zweck der Umsatzmaximierung.
Der Aktienkurs sagt dabei nur unter Umständen etwas über den realen Wert des Unternehmens aus, das die Wertpapiere veräußert hat. Vielmehr ist es ein spekulativer „Blick in die Zukunft“, denn Aktienkurse reagieren aufgrund der oben genannten Tatsachen nur schwach auf tatsächliche Ereignisse am Markt, aber sehr viel stärker auf Neuankündigungen oder Quartalsbilanzen größerer Konzerne.
Beispielsweise brach 2008 der Kurs der Apple-Aktie extrem ein, nachdem ein Schüler auf einer Webseite bekannt gegeben hatte, dass der Gründer der Firma einen Herzinfarkt erlitten hätte. Dies ist nie geschehen, aber die Nachricht alleine reichte aus, um die Aktie um etwa 10% nachgeben zu lassen. Dieses Beispiel illustriert, wie empfindlich der Aktienmarkt auf äußere Umstände reagiert, und mit wie viel Vorsicht der Handel mit Aktien zu genießen ist.
Auch führt die Überbewertung von Aktien oft zu einer inflationär aufgeblasenen Wertermessung bestimmter Unternehmen, wie es z.B. viele der sogenannten Social-Networking-Netze darstellen, die in den Augen vieler Börsenmakler ein ähnliches Schicksal ereilen könnte, wie viele Internet-Startups beim Platzen der DotCom-Blase zu Beginn des Jahrtausends.
