Alpha Opportunity – Investmentfonds

Als Investmentfonds werden die Sondervermögen von Kapitalanlagegesellschaften bezeichnet, die die von den Anlegern aufgebrachten Geldbeträge darstellen und von der Kapitalanlagegesellschaft investiert werden. Um an den Entwicklungen der Börsen zu partizipieren sind Investmentfonds eine erstklassige Alpha Opportunity für Neueinsteiger, da es zu jeder Risikoneigung des Anlegers einen passend ausgerichteten Fonds gibt.

Der Preis eines Investmentzertifikats, also eines Fondsanteils, berechnet sich aus dem Wert des jeweiligen Sondervermögens dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Teile. Wohlgemerkt ist dies der Rücknahmepreis des Anteils, der börsentäglich ermittelt wird und der dem Anleger zusteht, sobald er Anteile zurück gibt. Bei Erwerb von Fondsanteilen hat der Anleger hingegen den Ausgabepreis zu bezahlen, der sich aus dem Rücknahmepreis zuzüglich des Ausgabeaufschlags ergibt. Dieser Aufschlag variiert je nach Fonds zwischen 0% und 6%. Insofern sind Anlagen in Investmentfonds als mittel- bis langfristig zu betrachten, da die Kapitalanlagegesellschaft durch Ihre Verwaltungstätigkeit diesen Aufschlag erst wieder durch Kursgewinne ausgleichen muss. Eine gute Alpha Opportunity, um sich einen Überblick über die Vielzahl angebotener Fonds zu verschaffen sind entsprechende Beratungsgesellschaften, die Hausbank oder Fachzeitschriften.

Da jeder Anleger seine Anteile börsentäglich an die Kapitalanlagegesellschaft zurückgeben kann, hat diese einen Teil des Sondervermögens in täglich verfügbaren Bankguthaben anzulegen.

Folgende Kategorisierung von Investmentfonds ist möglich:

  • nach Anlagegenstand
  1. Rentenfonds – festverzinsliche Wertpapiere
  2. Aktienfonds – Aktien
  3. Geldmarktfonds – Bankguthaben und kurzfristige festverzinsliche Wertpapiere
  4. gemischte Fonds – sowohl Aktien als auch festverzinsliche Wertpapiere
  5. offene Immobilienfonds – Immobilien und Grundstücke
  6. Rohstofffonds – Termingeschäfte auf (spezielle) Rohstoffe, sehr risikoreich
  7. Dachfonds – andere Investmentzertifikate
  • nach „Variabilität“ des Anlagevermögens
  1. offene Fonds
    Die Anlagegegenstände können wechseln, d.h. sie können gekauft und wieder verkauft werden (natürlich zu Rechnung des Sondervermögens und nur im Rahmen der Ausrichtung des Fonds)
  2. geschlossene Fonds
    Die Aufteilung des Fondsvermögen verbleibt immer in seiner ursprünglichen Zusammensetzung, also wie bei Auflegung des Fonds
  • nach „Anzahl der Zertifikate
  1. Open-end-Fonds
    Es dürfen laufend neue Zertifikate (gegen Einlage) ausgegeben werden. Auch eine jederzeitige Verringerung der Anteile wegen Rückgabe ist möglich.
  2. Closed-end-Fonds
    Die Anzahl der Zertifikate wird bei Auflegung des Fonds festgeschrieben und variiert  während der Laufzeit nicht.
  • nach Ertragsverwendung
  1. ausschüttende Fonds
    schütten die von der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) erwirtschafteten Erträge regelmäßig aus.
  2. thesaurierende Fonds
    reinvestieren die Erträge in neue Anlageobjekte
  • nach Laufzeit
  1. unbegrenzt laufende Fonds
  2. Laufzeitfonds – werden nach einer bei Auflegung festgelegten Laufzeit liquidiert

In Deutschland gibt es entweder offene Open-end-Fonds oder geschlossene Closed-end Fonds. Ansonsten sind die Fondstypen in beliebiger Kombination anzutreffen Die geschlossenen Closed-end-Fonds sind zudem auch Laufzeitfonds.

Für risikoscheue Anleger bieten die Renten- und Geldmarktfonds eine gute Alpha Opportunity, um die ersten Erfahrungen mit der Fondsanlage zu machen, da sie nur geringen Preisschwankungen unterliegen und das Verlustrisiko (sehr) gering ist.


Dieser Fachartikel passt thematisch zu Aktienfonds, Closed-End-Fonds, Dachfonds, Geldmarktfonds, geschlossene Fonds, Immobilienfonds, offene Fonds, Open-End-Fonds, Rentenfonds, Rohstofffonds.
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