Anlage- und Vermögensberatung durch Finanzdienstleister

Die Anlageberatung gehört von je her zu einem der Standbeine eines jeden Kreditinstitutes. Die klassische Kapitallebensversicherung  bildete eine bedeutende Säule der Versicherungskonzerne. Heute, im Zuge der Finanzkonzernbildung, werden die verschiedenen Produkte oftmals aus einem Hause angeboten. Auch das Immobiliengeschäft ist nicht mehr nur auf spezialisierte Unternehmen beschränkt, sondern wird auch von Finanzdienstleistern angeboten.

Bei der Anlagenberatung sollten grundsätzlich die Bedürfnisse, welche von Kunde zu Kunde sehr unterschiedlich sein können, im Vordergrund stehen. Im Tagesgeschäft spielt aber zunehmend auch der Ertrag für den Anbieter eine entscheidende Rolle. Die Verteilung des anzulegenden Kapitals erfolgt unter Betrachtung der wichtigsten Kriterien wie Ertrag, Risiko, Altersvorsorge und Zeitablauf. In Bezug auf jeden einzelnen Kunden, muss bei der Anlageberatung, der Individualität der Bedürfnisse Rechnung getragen werden und die Gewichtung der zuvor genannten Kriterien entsprechend vorgenommen werden.

Jeder einzelne Anlagebereich wie Renditeimmobilien, Geldmarkt, Unternehmensbeteiligung in Form von Aktien oder Investmentfonds, festverzinsliche Wertpapiere, sonstige Wertpapiere, Versicherungen etc., bietet die Möglichkeit in Bezug auf Ertrag und Risiko unterschiedlich zu gewichten. In der Regel bemüht sich die Anlagenberatung eine gesunde Mischung aus Ertrag und Risiko in den Vordergrund zu stellen. In diesem Zusammenhang ist verständlich, dass ein möglicher hoher Ertrag mit einem erhöhten Risiko einhergeht und ein geringes Risiko weniger Rendite erbringt. 

Die gesamte Finanzsituation des Kunden sowie seine individuellen Wünsche und Rahmenbedingungen, haben in die Verteilung des Anlagekapitals in die verschiedenen Märkte einzufließen. Ein besonderer Aspekt ist die Anlage als Altersvorsorge, die in der heutigen Zeit, durch die eingeschränkten Möglichkeiten des Staates einen besonderen Stellenwert erlangt hat. Hier ist der Kanal der sinnvollen Anlageprodukte deutlich enger und orientiert sich vornehmlich an der Sicherheit des Kapitals im Verhältnis zu einer akzeptablen Rendite.

Die Zielsetzung der Anlageberatung hat somit immer die Optimierung der Rendite unter zu Grunde Legung aller individuellen Bedürfnisse des Anlegers zu sein. Wer als optimaler Ansprechpartner in Frage kommt ist entscheidend auch davon abhängig, für welchen Zeitraum und in welcher Größenordnung das Kapital angelegt werden soll. Diese Faktoren stellen eine Art Vorauswahl der sinnvoll zur Verfügung stehenden Anlagebereiche dar. Der Anlageberater sollte eine fundierte Bewertung der Risiken und Chancen durchführen können und einen Vergleich und eine Bewertung von verschiedenen Anbietern. Bei einer Anlage in Fonds z.B. ist eine Fondsbewertung nach dem Anlageprofil des Kunden von entscheidenden Nutzen.

Zwischen Anleger und Anlageberater sollte ein gutes Vertrauensverhältnis bestehen, bei dem der Berater sich mit dem gesamten finanziellen Umfeld des Anlegers auseinandersetzt, um in der Lage zu sein die richtige Anlageform aus der Vielzahl der Möglichkeiten, unter Einbeziehung des steuerlichen Aspekts, herauszufiltern.


Dieser Fachartikel passt thematisch zu Aktien, Altersvorsorge, Anlageberatung, Fonds, Geldmarkt, Investmentfonds, Kapitallebensversicherung, Renditeimmobilien, Unternehmensbeteiligung.
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