Anschmiegsames und festes Liegen – am besten auf Sand…
Das Liegen in Sand ist eine Idealvorstellung von der Beschaffenheit eines Bettes, denn eine Form, die sich aus Sand gebildet hat, bleibt bestehen. In Sand bleibt man so liegen wie man sich gebettet hatte, ganz im Gegensatz zu Schaumstoff. Das ist eine der wesentlichen Aussagen von Herrn Walter Packi, ärztlicher Leiter der Blauen Klinik / Schwarzwald. Sehr anschaulich gibt Herr Packi auf seiner Homepage unter www.biokinematik.de unter „Diverse Themen / Bettprobleme“ seine grundlegenden Erkenntnisse und Empfehlungen dazu weiter.
Einer der vielleicht größten Irrwege in der „Bettgeschichte“ der Menschheit nahm seinen Anfang, als man begann elastische Materialien und Metallfedern zu nutzen. Im ersten Moment bequem und nachgiebig, führen sie während des Schlafes zu immer mehr Spannungen, Verspannungen, Druck und Gegendruck. Die im Wachzustand vorhandene Muskelspannung schwindet nach dem Einschlafen – die elastische Kraft der Unterlage bleibt jedoch unverändert bestehen. Die Folge sind viel zu häufige Lageänderungen, weil keine Schlafposition wirklich stabil und geruhsam ist. Dadurch befindet sich die Muskulatur in einem permanenten Wechsel aus Anspannung, Entspannung und Verspannung.
Gibt es ein Sandbett?
Bisher nicht. Sand ist schwer, atmet nicht oder nur wenig und kann Wärme oder Kälte kaum ausgleichen. Gibt es etwas, das den Liegeeigenschaften von Sand nahe kommt, das aber leicht und atmungsaktiv ist und Wärme ausgleicht?
Ja, die hauchfeinen Hirseschalen mit ihrem Durchmesser von je nur etwa 1,5 mm. Zur Stabilisierung werden sie in Natur-Kautschukmilch getränkt, die sich dann in einem Trocknungs- und Erhitzungsprozess verfestigt. Auch Dinkelspelzen nähern sich mit ihrer etwas gröberen Struktur dem Prinzip vom Liegen in Sand an, sind noch etwas leichter als Hirseschalen und bieten ein besonders hohes Maß an Luftdurchlässigkeit.
Eine Hirseschalen-Matratze bietet festes, gesundes Liegen und darüber hinaus Anschmiegsamkeit mit einem Liegegefühl wie in weichem Sand. Sie ermöglicht erholsames, ruhiges Schlafen durch eine stabile Form der Körperkontur, die frei ist von elastischem Druck.
In diesem Zusammenhang muss von den weit verbreiteten, stark federnden Lattenrosten mit nach oben gebogenen Latten abgeraten werden. Sie üben hohen elastischen Gegendruck aus. Darüber hinaus liegen diese Latten im Hüftbereich häufig durch. Es können starke Spannungen entstehen, die sich belastend auf den Bewegungsapparat des Schlafenden auswirken und zu zusätzlichem Druck gerade auf die problematischen Zonen der Hüfte und Schultern führen.
Zu empfehlen ist eine feste Unterlagerung aus massiven, nicht federnden Latten. Eine besonders reizvolle Lösung mit vorteilhaften Klimaeigenschaften ist die Wahl der Hirseschalen-Naturmatratze mit japanischen Tatamis als Unterlage (stabile Matten aus Reisstroh und Igusa-Gras).
Weitere Informationen finden Sie unter www.speltex.de