Balkon sanieren und Wasserschäden vermeiden
Aufgrund ihrer Lage am Haus sind Balkone ständig den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen und anderen Belastungen ausgesetzt. Massive Sonneneinstrahlung im Sommer, Regen, Sturm sowie Frost und Schnee im Winter oder Luftverschmutzung machen Balkonen zu schaffen. Besonders Wasser entwickelt zerstörerische Kräfte. Es durchdringt schadhafte Fugen und gelangt unter die Nutzschicht. Kalkausblühungen sind dafür ein Indiz.
Bei kaltem Wetter gefriert das Wasser zu Eis und es entstehen Risse, die wiederum wasserdurchlässig sind. Als Folge lösen sich Bodenbeläge wie Fliesen von ihrem Untergrund. Letztlich ist die Substanz so stark geschädigt, dass eine Balkonsanierung notwendig wird. Doch nicht nur die Nutzschicht leidet. Abdichtungen, die in ihrer Funktion beeinträchtigt sind, ziehen auch die Tragplatte des Balkons in Mitleidenschaft. Es kommt zur Korrosion von Metallverstärkungen, der Beton bröckelt. Dabei entstehen immer größere Risse und auch Abplatzungen. Greift der Eigentümer nicht rechtzeitig ein, können sich die Beschädigungen sogar auf die Gebäudefassade ausweiten.
Der erste Schritt bei der Sanierung des Balkons ist die Entfernung sämtlicher loser bzw. hohl liegender und defekter Fliesen. Auch die alte Beschichtung muss entfernt werden. Danach wird der Balkon wieder abgedichtet. Dies gelingt mit im Handel erhältlichen Streichabdichtungen und Dichtungsbändern. Die Abdichtung dient als Trägerschicht für den Bodenbelag. Beispielsweise werden Fliesen auf ihr verlegt. Die Fugen werden dicht, aber elastisch versiegelt, damit Wasser nicht eindringen und bis zur Tragplatte des Balkons gelangen kann.
