Baumschulen liefern Gehölze und Pflanzen für Forst und Garten

In Baumschulen werden Pflanzen und Bäume mit dem Ziel gezüchtet, sie später an Pflanzen- und Gartenmärkte oder auch an Privatkunden zu verkaufen. Ursprünglich bestand die Funktion dieser Betriebe darin, vor allem Bäume wie Laubbäume oder Nadelgehölze für die Aufforstung der Wälder aufzuziehen. Inzwischen werden immer häufiger auch Zier- und Obstgehölze in einer Baumschule angepflanzt.

Viele Gartenbesitzer kaufen gern Baumschulen-Pflanzen, da diese meist optimal an die örtlichen Gegebenheiten in Bezug auf Witterung und Boden angepasst und ausgesprochen robust sind. Der vielleicht etwas irreführende Name Baumschule geht aus den unterschiedlichen Anbaumethoden Verschulen und Aufschulen hervor. Beim Aufschulen werden Pflanzen aus Samen bzw. Stecklingen gezogen, während Verschulen für das Umsetzen von Pflanzen steht. Das Verschulen verläuft dabei nach einem besonderen Schema. Die Bäume oder Sträucher müssen umgepflanzt werden, damit sie an einem Ort nicht zu stark verwachsen. Die Pflanzen härten ab und sind auch gegenüber Schädlingen nicht so anfällig, wenn sie sachgerecht verpflanzt werden.

Baumschul-Pflanzen benötigen optimale Bedingungen, um gesund zu bleiben und wachsen zu können. In der Baumschule werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Pflanzen beim Endverbraucher anwachsen und Erträge liefern. Die Arbeit in einer Baumschule verlangt deshalb großes Fachwissen von den Mitarbeitern. Benötigt werden in der Forstwirtschaft oder in Gärtnereien Pflanzen und Bäume in unterschiedlichen Wachstumsstadien. Größere Gewächse müssen teils über Jahre hinweg in einer Baumschule gehegt und gepflegt werden. Deshalb werden sie natürlich auch zu einem höheren Preis verkauft als kleine oder anspruchslose Pflanzen.


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