BHs – von Sport-BH bis Still-BH
BH ist nicht gleich BH, es wurden inzwischen die unterschiedlichsten Modelle kreiert, um jedem Anspruch gerecht zu werden. Grundsätzlich bestehen BHs aus den Körbchen oder Cups, die miteinander verbunden sind, sowie aus dem Trägersystem. Ausgehend von diesem Grundmodell gibt es aber eine Unzahl an abgewandelten Variationen, beispielsweise trägerlose BHs, für das Tragen schulterfreier Kleidung geeignet, oder Push-up-BHs, die ein verführerisches Dekollete zaubern.
Sportlich aktive Frauen bevorzugen für Körpertraining, das mit Erschütterungen einhergeht, wie Joggen, Volley- oder Handball, Reiten oder Leichtathletik so genannte Sport-BHs, die die Bewegungsfreiheit nicht einschränken, dafür aber optimalen Halt garantieren. Sie reduzieren die Belastung der Brust während der körperlichen Betätigung auf ein erträgliches Minimum. Eine weitere BH-Form ist der Bügel-BH. Hierbei handelt es sich um die älteste bekannte BH-Form, die durch eingesetzte Draht- oder Plastikbügel eine hohe Stützfunktion hat und von Frauen mit größeren Cups bevorzugt wird.
Um die Brust zu modellieren, werden außer Push-up-BHs auch Minimizer eingesetzt. Durch sie gelingt die optische Verkleinerung eines großen Busens. Während der Schwangerschaft und Stillzeit nutzen Frauen besondere BHs. Ein Still-BH beispielsweise kann einzeln aufgeklappt werden und erleichtert das Stillen dadurch sehr. Doch BHs können auch orthopädischen Zwecken dienen. Nach Eingriffen an der Brust, wie sie beispielsweise bei einer Brustvergrößerung nötig sind, dienen Kompressions-BHs dazu, die Brust ruhig zu stellen und die Wundheilung zu erleichtern. Des Weiteren gibt es auch Prothesen-BHs, die infolge von Krebserkrankungen auch heute noch zum Einsatz kommen. Da BHs direkt auf der Haut getragen werden, sollten sie aus atmungsaktivem, hautfreundlichem Material bestehen. Außer Baumwolle kommen dafür auch Kunstfasern in Betracht wie zum Beispiel Mikrofaser.