Boote fachmännisch lackieren

Boote werden mit Lackschichten versehen, um die Oberflächen zu versiegeln und länger haltbar und ansehnlich zu machen. Vor dem Lackieren müssen die alten Anstriche allerdings entfernt werden. Für diese vorbereitenden Arbeiten muss man relativ viel Zeit aufbringen.

Durch Erwärmung der alten Lackschichten wird das Material weich und kann mit einem Spachtel abgetragen werden. Bewährt haben sich dabei Gasbrenner, die Bootsbesitzer in Werften auch ausleihen können. Mit Hilfe einer Schleifmaschine können die Reste beseitigt und die Oberflächen des Bootes geglättet werden. Schleifstaub ist gründlich zu entfernen. Erst danach kann man mit dem Boot lackieren beginnen.

Es empfiehlt sich, nicht zu früh im Jahr zu lackieren, sondern abzuwarten, bis Temperaturen über zwölf bis fünfzehn Grad vorherrschen. Sollen große Flächen lackiert werden, ist es ratsam am Tage und nicht am frühen Morgen oder am Abend zu arbeiten, um Temperaturunterschiede möglichst zu vermeiden. Auf eine rohe Holzschicht wird zunächst nur verdünnter Lack aufgetragen. Nur so ist gewährleistet, dass das Material tief genug ins Holz eindringen kann. Wie stark verdünnt werden muss, geht aus den Herstellerhinweisen auf den Verpackungen hervor. Meist werden drei Schichten in unterschiedlichem Verdünnungsverhältnis aufgetragen. Danach folgen mehrere, nur leicht verdünnte Schichten.

Wenn alte Lacke nur übergeschliffen und nicht vollständig entfernt werden sollen, kann man problemlos Einkomponentenlack verwenden. Als Pinsel kommen Lackierpinsel mit zahlreichen feinen Borsten infrage. Neue Pinsel sollten nach Möglichkeit vor dem Benutzen mit Verdünnung gut ausgewaschen und auf Schleifpapier ausgestrichen werden. So verlieren sie die losen Haare vor dem Lackieren.


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