Bruno Banani: Not for everybody
1993 gegründet im Schwäbischen, präsentiert sich Bruno Banani erfolgreich und international. Bis nach Amerika werden die Produkte verschickt. Die Palette zieht sich von einer Damenkollektion, über die Herrenkollektion, bis hin zur Kosmetik- und Parfumkollektion. Die Zeichen standen aber nicht immer auf Erfolg. Gerade zu Beginn des noch jungen Unternehmens, waren alle Beteiligten mehr als skeptisch, ob sich die neue Marke überhaupt etablieren könne.
Doch was macht die Marke so besonders? Nun, bestimmt der Hang zum Exhibitionistischen. Der erste Werbespot der Firma ist gefeiert und verteufelt worden. Knackige, sexy Snowboarder stürzten sich 1995 in Unterwäsche die Rocky Mountains herunter. Mit fetziger Musik unterlegt – ein absolutes Novum. Das hat es bisher nur in ganz speziellen Filmen gegeben. Nun auch im öffentlichen Fernsehen. Ein Skandal. Aber genau das ist es, was das Label bezwecken will. Provozieren und ins Gespräch kommen. Die Fashion Victims werden es schon danken.
Und die Firma behielt recht. Jeder wollte ein Teil der „Your Perfect Underwear“ Linie haben. Die Verkaufszahlen schossen in den Himmel. Man war also auf dem richtigen Weg. Auch die weiteren Werbeaktionen waren recht provokant. Immer mit einen erotischen Augenzwinkern und einer leicht sexistischen Botschaft versehen. So bleibt man interessant und im Gedächtnis der Kunden.
Auch als die ersten Düfte entwickelt wurden, kamen gleich die witzigsten Aktionen. Die Flakons des Labels waren anders. Schief und krumm, oder geschwungen und farbig. Eben „Not for everybody“. Preislich liegt das Label noch im unteren Drittel. Und das soll auch so bleiben. Denn Bruno Banani soll weiterhin fürs Volk sein. Jeder der will, soll sich eine Unterhose oder ein Parfum leisten können. Man denkt eben mit bei diesem Label.
