Pilze sind ganz besondere Lebewesen, denn sie gehören weder zu den Tieren noch zu den Pflanzen, sondern bilden ein eigenes Reich in der Natur. Sie haben im Gegensatz zu Pflanzen kein Chlorophyll, so dass sie nicht zur Photosynthese fähig sind. Ihre Nahrung erhalten sie aus ihrer Umgebung, indem sie beispielsweise abgestorbenes Material zersetzen.
Pilze bestehen aus einem weit verzweigten Fadengeflecht, dem Myzel. Sie bilden als Fortpflanzungsorgane auch so genannte Fruchtkörper aus. Diese Fruchtkörper mit Stiel und Hut werden von vielen als Pilze bezeichnet, obwohl der eigentliche Pilz, das Myzel, im Verborgenen unter der Erde wächst.
Pilze können die verschiedensten Lebensräume für sich erschließen. Speisepilze gedeihen unter anderem in Laub-, Nadel- und Mischwäldern. Sie kommen auch auf Wiesen vor. Ein Beispiel dafür ist der Champignon. Es gibt tausende Arten von Pilzen, viele von ihnen – die Speisepilze – sind für den Verzehr geeignet. Andere Pilzkörper dagegen sind ungenießbar oder sogar giftig. Giftpilze enthalten toxische Bestandteile. Werden giftige Pilze gegessen, kann dies zu gesundheitlichen Problemen, mitunter sogar zum Tod führen. Besonders giftig sind die Knollenblätterpilze.
Pilzsammler sollten Pilze, die ihnen unbekannt sind, nicht mitnehmen. Die Gefahr, dass sich ein ungenießbarer oder giftiger Pilz zwischen den Speisepilzen befindet und mit ins Pilzgericht gerät, ist zu groß. Wer trotzdem einen unbekannten Pilz zum Bestimmen mit nach Hause mitnehmen möchte, sollte ihn getrennt von den anderen aufbewahren. Pilzsachverständige beraten Pilzsammler und helfen ihnen beim Bestimmen der gesammelten Pilze. Adressen von Pilzsachverständigen aus der Region findet man unter anderem in Zeitungen sowie im Internet.