Alternativmedizinische Behandlungsmethoden oder Konzepte können ergänzend zu schulmedizinischen Verfahren eingesetzt werden. Zu den hierzulande bekanntesten Formen der Alternativmedizin gehören die Homöopathie und die Akupunktur. Eine Unterteilung erfolgt häufig in Verfahren mit medizinischem Gesamtkonzept, in bioenergetische Verfahren, spezielle Ernährungstheorien und Diäten oder auch Verfahren, die bestimmte Systeme des Organismus wie das Immunsystem oder den Zellstoffwechsel positiv beeinflussen sollen. Ärzte, aber auch andere Angehörige der Heilberufe wie Heilpraktiker bieten alternativmedizinische Methoden an.
Alternativmedizin und vor allem Naturheilverfahren liegen derzeit stark im Trend. Alternativmedizinische Methoden, die zur Naturheilkunde gezählt werden, sind neben der Homöopathie auch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), die Ayurvedische und die Anthroposophische Medizin. Die Naturheilkunde zeichnet sich durch einen ganzheitlichen Ansatz aus. Nicht nur der Körper, sondern auch Seele und Geist werden in die Behandlungskonzepte einbezogen. Durch die unterschiedlichen Verfahren sollen die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung aktiviert werden. Dazu werden in der Natur vorkommende Mittel und Reize eingesetzt.
Vor allem Gesundheitsbewusste und Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden, tendieren dazu, alternative Heilmethoden auszuprobieren. Sie versprechen sich von komplementärmedizinischen Maßnahmen eine sanfte, nebenwirkungsfreie Behandlung. Bestimmte Methoden eignen sich auch für die Selbstbehandlung. Einige Leistungen werden von den Krankenkassen übernommen, zum Beispiel Akupunktur bei chronischen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und in den Knien.
