Die private Krankenversicherung ist eine Entwicklungsstufe bei der Krankenversicherung, die die Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren mit sich brachte. Die gesetzliche Krankenversicherung war hingegen einer der Pfeiler der Sozialversicherung, die wir Otto von Bismarck zu verdanken haben.
In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) heutzutage versichert zu sein, hat oftmals einen bitteren Beigeschmack. Es ist nämlich so, dass nicht nur die Höhe des Beitrages zur gesetzlichen Krankenversicherung vom Einkommen abhängig ist, sondern auch in regelmäßigen Abständen Leistungen gestrichen werden. Hat man hingegen die Möglichkeit, sich in der privaten Krankenversicherung zu versichern, sei es als Angestellter mit einem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze, als Selbstständiger und Freiberufler, als Unternehmer oder aber auch als Beamter, so kann man voll und ganz, auch wenn man krank wird, sämtliche Vorteile der privaten Krankenversicherung genießen.
Dabei ist es so, dass die Beiträge für die in der privaten Krankenversicherung Versicherten letztlich nicht vom Einkommen abhängig sind, sondern von der versicherten Leistung, dem Alter und dem Geschlecht. Bis 31.12.2007 war es dabei so, dass die Tarife der in der Privaten Krankenversicherung versicherten Frauen in der Regel wesentlich höher waren als die der Männer. Mit Inkrafttreten des Gleichbehandlungsgesetz per 01. Januar 2008 hat sich dies jedoch geändert. Kosten, wie die für Schwangerschaft und Geburt, werden seither nicht mehr nur auf die Beiträge der Frauen umgelegt, sondern auch auf die Beiträge der Männer.
Wer sich für den Wechsel in eine Private Krankenkasse interessiert, sollte sich über einen Versicherungsvergleich informieren, wo die Unterschiede in den Beiträgen und Leistungen liegen. Einige Versicherungen bieten nämlich schon die Übernahme von Behandlungskosten von Heilpraktiker und Akupunktur an, was bei anderen noch über eine Zusatzversicherung abgedeckt werden muss.
