Das Asperger-Syndrom

Das Asperger-Syndrom ist ein Teil des Autismus-Spektrums. Sowohl das Asperger-Syndrom als auch "Kanner"-Autismus und High-Functioning-Autismus sind in der medizinschen Klassifikation Untergruppen einer breiteren diagnostischen Kategorie.  Diese wird in manchen Ländern Autismus-Spektrum-Störungen genannt, in anderen Ländern Tiefgreifende Entwicklungsstörungen. Das Asperger-Syndrom wurde erstmals 1944 von Hans Asperger beschrieben, Autismus ein Jahr zuvor, unabhängig davon, von Leo Kanner.

Menschen mit Asperger-Syndrom und High-Functioning-Autismus sind oft sozial isoliert und haben ein exzentrisches Verhalten. Sie haben Schwierigkeiten mit wechselseitiger Interaktion und non-verbaler Kommunikation. Ihre Sprache ist in mancher Hinsicht auffällig; obwohl grammatisch korrekt und oft mit großem Wortschatz, ist die Sprachmelodie oft ungewöhnlich und die Ausdrucksweise sehr formal, auch bei Kindern. Motorische Ungeschicklichkeit ist häufig, sowohl was die Grob- als auch was die Feinmotorik betrifft. Das heißt, dass die Handschrift unordentlich sein kann und/oder die Person im Sport nicht besonders gut ist.

Menschen mit Asperger-Syndrom und High-Functioning-Autismus haben häufig eng umgrenzte, spezielle Interessen und interessieren sich nicht für die Interessen, die bei ihren Altersgenossen verbreitet sind. Diese Interessen können jedes Thema betreffen, beispielsweise skandinavische Literatur, Ameisen, Glühbirnen, altägyptische Agrarwirtschaft oder Türklinken.

"Rainman" ist der bekannteste Kinofilm, in dem Autismus dargestellt wird. In nächster Zeit werden zwei weitere Filme erscheinen: "Snow Cake" und "Mozart and the Whale", beide über Menschen mit High-Functioning-Autismus bzw. Asperger-Syndrom.


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