Die Rolle des Reimes in Gedichten
Gedichte sind eine besondere Form der Sprachgestaltung. Dabei geht es nicht nur darum, dem Zuhörer eines Gedichtes einen Inhalt zu vermitteln, sondern es kommt auch darauf an, dass sich der Text melodisch anhört. Um dieses Ziel zu erreichen wird sehr mehr oft mit Reimen gearbeitet.
Die einfachste Form des Reimes in einem Gedicht, sind zwei aufeinander folgende kurze Sätze, die mit jeweils einem ähnlich klingenden Wort enden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, in einem Vierzeiler, die Reime so zu verteilen, dass sich jeweils die erste und dritte, bzw. die zweite und vierte Zeile des Gedichtes reimen. Aber auch hier handelt es sich meist um sehr einfache Gedichte, wie sie die meisten Menschen aus Kinderzeiten oder Liedertexten kennen.
Doch es gibt auch Gedichte, die sich nicht nur über wenige Zeilen erstrecken, sondern umfangreichere Geschichten erzählen. Viele dieser Gedichte gelten heute als Klassiker und im Gegensatz zu den einfachen Gedichten, spielt die Melodie bei Vorlesen dieser Texte eine übergeordnete Rolle. Die Reime drängen sich dabei aber nicht in den Vordergrund, sondern wurden vom Autor des Gedichtes kunstvoll verpackt.
Mitunter kann es sogar vorkommen, dass man auf vollkommen reimlose Gedichte trifft. Diesen Gedichten fehlt aber oft die Leichtigkeit der in Reimform verfassten Texte und stellen höchste Ansprüche beim Vorlesen dieser Texte. Nur sehr wenigen Menschen gelingt es die Textmelodie eines Gedichtes ohne Reime im Sinne Autors zu interpretieren. Deshalb fällt es oft Kindern auch sehr schwer reimlose Gedichte wirklich als Gedicht zu sehen.
