Die Zeitumstellung kann unserer Gesundheit zusetzen

Alljährlich im März und Oktober werden die Uhren vor- bzw. zurückgestellt. Der Nutzen dieser Maßnahme ist vielen nicht ganz klar. Das Für und Wider wird deshalb oft kontrovers diskutiert. Fakt ist jedenfalls, dass die Zeitumstellung gesundheitliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben kann.

Bereits nur geringe Schwankungen im biologischen Rhythmus haben Einfluss auf die Gesundheit, zum Beispiel den Schlaf-Wach-Rhythmus. Der Körper braucht eine Weile, um sich an Veränderungen anzupassen. Wie lange das beim Einzelnen dauert, ist ganz verschieden, kann aber bei manchen mehrere Wochen betragen. Wenn im Frühjahr auf die Sommerzeit umgestellt wird, müssen wir morgens eine Stunde früher aufstehen. Zu dieser Zeit wird noch eine Menge Melatonin, ein schlafförderndes Hormon, ausgeschüttet. Blutdruck und Puls sind niedrig ebenso wie der Glukokortikoidspiegel. Deshalb fühlen wir uns nach der Zeitumstellung morgens unausgeschlafen und sind oft unkonzentriert. Abends jedoch fällt es uns schwer, zur üblichen Zeit schlafen zu gehen, denn für unsere innere Uhr ist es eine Stunde vor der gewohnten Schlafenszeit.

Besonders unter der Anpassung an die Zeitumstellung haben Menschen zu leiden, die ohnehin schon Schlafprobleme haben. Oft sind auch ältere Menschen und Kinder betroffen, weil sich deren Organismus schwerer an die Umstellung gewöhnen kann. Schlafmittel sind jedoch keine Alternative. Es empfehlen sich vielmehr Entspannungstechniken wie autogenes Training, das Trinken von Kräutertees und bei starken Schlafstörungen sollte besser der Arzt konsultiert werden.


Dieser Fachartikel passt thematisch zu biologischer Rhythmus, Hormonsystem, innere Uhr, Schlafstörungen, Sommerzeit, Winterzeit, Zeitumstellung.
31 queries in 0,365 seconds
nach oben