Drehstromnormmotoren

Drehstromnormmotoren sind Elektromotoren, die mit Drehstrom betrieben werden und der deutschen DIN oder der europäischen CEE-Norm unterliegen. Üblicherweise werden nur Motoren mit hoher Leistung genormt, solche Motoren finden beispielsweise in Industriemaschinen Anwendung. Die Normung gewährleistet einen problemlosen Einsatz oder Austausch von Motoren bei unterschiedlichsten Maschinen und führt so letztendlich zu einer Vereinfachung und geringeren Kosten. Außerdem decken die anwendbaren Normen auch diverse sicherheitsrelevante Bereiche ab.
Aus elektrischer Sicht handelt es sich bei Drehstrommotoren um Transformatoren, deren sekundäre Seite permanent kurzgeschlossen ist und den Rotor des Motors bildet. Um den Rotor herum befinden sich mehrere Spulen, im einfachsten Fall eine pro Drehstromphase. Jede dieser Spulen wird von einer Phase gespeist und erzeugt ein Magnetfeld, das sich abhängig von der Spannung der Phase ständig ändert und im Stator einen Strom induziert. Dieser Strom wiederum verursacht ein weiteres Magnetfeld, das dem Feld des Stators entgegen wirkt und so den Rotor in Bewegung setzt. Alle Spulen zusammen erzeugen in der Summe ein Feld, das sich ständig um den Rotor dreht und diesen dadurch in Bewegung hält. Da Rotor und Magnetfeld jedoch unterschiedliche Umlaufgeschwindigkeiten haben, spricht man auch von „Drehstrom-Asynchronmaschinen“. Um die Bewegung des Magnetfelds – und in der Folge auch des Rotors – zu beruhigen, können mehr als drei Spulen eingesetzt werden. Die Spulen werden dann paarweise einander gegenüberliegend eingesetzt und ein Paar wird jeweils von der gleichen Phase gespeist.
Da sie keine Bürsten besitzen, sind Drehstrommotoren sehr wartungsarm und besitzen eine lange Lebensdauer. Eine Änderung der Drehzahl ist jedoch vergleichsweise aufwändig.


Dieser Fachartikel passt thematisch zu Antriebstechnik, Drehstrommotoren, Drehstromnormmotoren, Elektromotoren, Elektrotechnik, Technik.
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