Eigenhaarverpflanzung gegen fortschreitenden Haarverlust
Die Eigenhaarverpflanzung wird von vielen als die letzte Möglichkeit angesehen, dem erblich bedingten Haarverlust entgegenzuwirken. Dennoch ist diese Methode nicht für jeden geeignet. Hautärzte müssen vor einem solchen Eingriff entscheiden, ob eine Operation des Patienten möglich ist und ob es durch die Haarverpflanzung zu einem verbesserten Erscheinungsbild kommen kann. Dazu bedienen sich die Fachärzte verschiedener Messverfahren, die aussagefähig sind und zur Entscheidungsfindung beitragen. Große Teile der Bevölkerung haben unter nachlassender Haardichte zu leiden. Dies betrifft in der Regel hauptsächlich Männer, aber auch Frauen können betroffen sein.
Seit einigen Jahren wird die Haartransplantation mit Eigenhaar als operative Methode eingesetzt, um noch intakte Haarstrukturen an kahlen Stellen so einzusetzen, dass ein weiteres Wachstum der Haare am neuen Standort möglich wird. In umfangreichen Aufklärungsgesprächen werden die Patienten vor dem Eingriff zu Erfolgsaussichten und Risiken der Eigenhaartransplantation beraten. Erst wenn alle Fragen geklärt sind, wird die Operation, normalerweise in gut verträglicher, örtlicher Betäubung, vorgenommen. Der operierende Arzt entnimmt meist aus dem Hinterkopfbereich einen kleinen Hautstreifen oder auch nur einzelne intakte Haarwurzeln, dieses Material wird an die betroffene Stelle verpflanzt.
Im günstigsten Fall wird das Transplantat vom Körper nicht abgestoßen, es bilden sich kleine Blutgefäße, die die Haarwurzeln versorgen und das Haar kann nach der Umverteilung weiter wachsen. Die Erfolgsaussichten bei der Haartransplantation sind recht gut, aber es können dennoch keine Erfolgsgarantien gegeben werden. Bei normalem Verlauf sollte der Heilungsprozess in relativ kurzer Zeit abgeschlossen sein. Da die gewünschte Dichte des Haares vielfach nicht sofort erreicht werden kann, lassen sich gegebenenfalls weitere Behandlungen nicht vermeiden. Dennoch ist die Eigenhaarverpflanzung heute ein häufig eingesetztes Verfahren, um dem fortschreitenden Haarverlust entgegenzuwirken und viele Betroffene konnten bereits von dieser Methode auch langfristig profitieren.
