Einblasdämmung: Altbauten funktionell dämmen
Die Einblasdämmung ist ein Wärmedämmverfahren, das oft beim Dämmen von Altbauten zum Einsatz kommt. Gebäude können dabei fugenlos gedämmt werden, wodurch Energieverluste vermieden werden. Anders als bei einem Wärmedämmverbundsystem sind keinerlei Umbaumaßnahmen notwendig, vorhandene Fassaden bleiben erhalten. Die Attraktivität von Klinkerwänden wird durch diese Form der Dämmung in keiner Weise beeinträchtigt. Oft ist die Einblasdämmung die einzige Erfolg versprechende Lösung, um Altbauten nachträglich zu dämmen.
Spezialisierte Fachbetriebe bringen den losen Füllstoff, zum Beispiel Zellulose, mithilfe einer Einblasmaschine und eines Füllschlauchs durch Bohrlöcher in die Hohlräume des Mauerwerks ein. Dafür ist eine Hohlschicht von drei Zentimetern zwischen Wandschale und Verblender erforderlich. Als Dämmstoffe kommen bei der Einblasdämmung verschiedene Materialien wie Perlite, Holzfaserstoffe oder Zellulose-Flocken infrage.
Perlit ist vulkanisches Glas, das auf eine sehr hohe Temperatur erhitzt wird. Durch die Erhitzung bläht es sich enorm auf. Perlite eignen sich als Kerndämmung, aber auch für die Dämmung von Fußböden oder Decken. Sehr häufig wird heute Zellulose als Dämmstoff genutzt. Zellulose kann aus Papier gewonnen werden. Altpapier wird dazu zerkleinert und zu watteähnlichen Zelluloseflocken weiterverarbeitet. Sowohl die Dämmwirkung als auch die Umweltverträglichkeit sind bei der Zellulosedämmung hoch. Weitere Vorteile sind, dass die Dämmung fugenfrei und setzungssicher ist und Feuchte regulierend wirkt. Selbst unebene Flächen lassen sich mit dem Dämmstoff gut dämmen.