Entenrennen – das andere Fundraising-Event

Wenn Vereine und Verbände heute noch erfolgreich Spenden sammeln wollen müssen sie kreativ und piffig sein. Mit einem normale Spendenaufruf in der Zeitung kann man heute keinen nennenswerten Erfolg mehr erzielen. Zu groß ist der Wettbewerb der gemeinnützigen Organisationen beim Kampf um den Spender.

Gemeinnützige Organisationen gehen heute deshalb mehr und mehr den Weg, den privatwirtschaftliche Unternehmen bei der Kundengewinnung und Kundenbindung eingehen. Sie machen Event-Marketing bzw. Event-Fundraising. Ein solch erfolgreiches Fundaising-Event sind Entenrennen oder für die Freunde von Anglizismen: Duck-Races.

Bei einem Duck-Race werden hunderte oder tausende von kleinen Quietscheentchen an die Bürger einer Stadt/Gemeinde gegen einen Spendenbetrag verkauft. Der Erlös kommt der gemeinnützigen Organisation zu, die das Entenrennen veranstaltet. Alle Quietscheentchen werden vorher von den Vereinsmitgliedern durchnummeriert.

Am Tag des Entenrennen werden dann alle Quietscheentchen gemeinsam und spektakulär von einer Brücke in den Fluss gekippt. Sie schwimmen dann gemeinsam den Fluss hinunter in ein Ziel hinein. Die Enten, die als erstes das Ziel durchschwommen haben, haben für dessen Besitzer einen wertvollen Sachpreis gewonnen. Insofern ist ein Entenrennen vergleichbar mit einer Lotterie, nur das der Ziehungsvorgang etwas ungewöhnlicher ist.

Das größte Entenrennen fand 2002 in Singapur statt. Dort gingen über 120.000 Rennenten an den Start. Das größte Entenrennen Deutschlands und Europas fand 2001 mit 50.000 Enten in Köln auf dem Fühlinger See statt.


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