Existenzgründung: Der Businessplan
Der Businessplan soll Ihre geplante Existenzgründung mit allen Askpekten beschreiben und bei der Planung Ihrer Existenzgründung helfen.
Ziele bei der Erstellung eines Businessplanes
Häufig vergessen Existenzgründer, wofür ein Businessplan erstellt wird. Im wesentlichen dient der Businessplan zwei Zwecken: Zum einen hilft er dabei, Ihr Gründungsvorhaben komplett zu durchdenken und zu berechnen, ob sich die Sache denn überhaupt lohnen kann. Wer mit Hilfe des Businessplanes auch Finanzmittel akquirieren möchte, der muss stets im Hinterkopf behalten, dass sich der Businessplan an Leser richtet, die ihre eigenen Interessen verfolgen.
Ein Businessplan für die eigene Planung
Wenn sie den Gründungszuschuss bei der Arbeitsagentur beantragen möchten, reichen etwa zehn Seiten aus. Allerdings sind diese zehn Seiten nicht sonderlich viel. Im allgemeinen kann man davon ausgehen, dass bei einer gründlichen Vorbereitung Ihrer Gründung mindestens zwanzig Seiten zustande kommen. Diese zwanzig Seiten schreiben Sie nicht für die Arbeitsagentur – Sie schreiben diese für sich selbst. Überdenken Sie alle wichtigen Aspekte wie Marktlage, Standort, Zielkundengruppe, Vertrieb, Marketing, kaufmännische Kenntnisse, Rechtsform und vieles mehr wirklich genau. Informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile von unterschiedlichen Möglichkeiten und lassen Sie sich lieber etwas mehr Zeit, als in aller Hektik die Gründung über dem Knie entzwei zu brechen.
Ein Businessplan für andere Leser/innen
Wer den Businessplan nicht für den Antrag auf Gründungszuschss braucht, sondern diesen an Investoren, Banken oder andere zum Lesen weitergeben will, muss bedenken, dass der Adressat des Businessplanes in den meisten Fällen wirtschaftliche Interessen verfolgt. Beschreiben Sie Ihre geplante Existenzgründung deshalb stets in sachlichem Ton. Verzichten Sie auf Übertreibungen, die dem Leser klar machen sollen, welch toller „Hecht“ Sie sind. Es ist kein Fehler in einem Abschnitt „Chancen und Risiken“ auch zu beschreiben, welche Probleme Sie und Nachteile Sie sehen. Eine realistische Einschätzung kommt am besten an. Banken, Investoren und andere haben schliesslich meist ein Ziel: Sie wollen Geld verdienen und sie kennen sich aus. Wer hier mit fadenscheinigen Argumenten daher kommt, hat schnell verloren.
Etwas anders sieht es bei Businessplänen aus, die sich an staatliche Organisationen wenden. Hier gibt es neben den monetären Zielen viel mehr politische Ziele. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ist es nur verständlich, dass staatliche Hilfen gerne an solche Gründer vergeben werden, die die Beschäftigung von Mitarbeitern planen. In anderen Situationen kann das fördern von Innovationen oder andere politische Ziele im Vordergrund stehen. Informieren Sie sich also – bevor Sie einen Businessplan abgeben – woher der Wind weht und schreiben Sie einen Businessplan der klar macht, dass Ihr Vorhaben die politischen Ziele unterstützt. Damit steigen die Chancen auf eine Unterstützung erheblich und die Existenzgründung wird ein Erfolg.