Fondssparen: Vorteile eines Fondssparplans
Das Fondssparen wurde in den letzten Jahren, dank der anhaltend guten Börsenentwicklung, immer beliebter bei den deutschen Anlegern. Der BVI bezifferte die Zahl der deutschen Fondssparer inzwischen auf rund 11 Millionen.
Ein Fondssparplan mit deutschen oder europäischen Aktienfonds, konnte in den letzten Jahren durchschnittlich 7 % Rendite pro Jahr erzielen. Immobilienfonds erzielten im gleichen Zeitraum immerhin mehr als 4 % Rendite, die Bedeutung der offenen Immobilienfonds wird jedoch auf Grund der Abgeltungssteuer ab 2009 noch deutlich zunehmen. Natürlich kann eine historische Wertentwicklung keine Garantie für die Zukunft geben, es gibt dennoch einige Gründe, warum Investmentfonds auch in der Zukunft erfolgreich sein werden.
Die Geldanlage in Investmentfonds ist sehr flexibel, Anleger können jederzeit über die Höhe der Sparbeträge und die Zeiträume, in denen diese investiert werden bestimmen. Die Kostentransparenz beim Fondssparen ist ebenfalls ein Vorteil. Es fallen lediglich Ausgabeaufschläge, Verwaltungskosten der Fonds und Entgelte für die Depotführung an. Gerade erstere und letztere können heutzutage über Fondsvermittler zum Teil, abhängig vom Kapitaleinsatz und Verhandlungsgeschick sogar gänzlich eingespart werden. Dabei ist Fondssparen bereits mit einem minimalen Kapitaleinsatz von wenigstens 25 Euro je Fondssparplan möglich.
Ein weiterer Vorteil der langfristigen Investmentfondssparpläne ist die Sicherheit der Geldanlage im Vergleich zum Renditepotential. Im Gegensatz zu einer direkten Investition in Aktien, kann der Fondssparer schon mit geringen Mitteln eine angebrachte Risikostreuung erreichen.
Bei der Auswahl des geeigneten Fonds sollte der auf Sicherheit bedachte Anleger stets die historischen Wertschwankungen, auch Volatilität genannt, beachten. Vor allem global investierende Aktienfonds weisen in der Regel deutlich niedrigere Volatilitäten auf, als dies bei Branchen- und Regionalfonds der Fall ist.
Zusätzlich können Rentenfonds und offene Immobilienfonds bespart werden. Da diese sich weitgehend unabhängig von den Aktienkursen entwickeln, kann das Risiko der Geldanlage weiter begrenzt werden.
Grundsätzlich gilt die Faustregel, je länger der Anlagehorizont und je Jünger der Sparer, desto höher sollte der Anteil der Aktienfonds im Depot sein. In der Finanzbranche wird oftmals die Formel „100 – Lebensalter ist gleich dem prozentualen Aktienanteil“ im Depot propagiert.
Prinzipiell ist diese natürlich nicht falsch, jeder Anleger ist jedoch frei in seiner Entscheidung. Niemand kann etwas gegen einen höheren Anteil von festverzinslichen Wertpapieren einwenden, wenn dies dem persönlichen Risikoempfinden des Sparers entspricht.