FSME – eine gefährliche, von Zecken übertragene Krankheit

Kleine Spinnentiere, die Zecken, gelten als Überträger ernster Krankheiten. Eine besondere Gefahr geht von solchen Zecken aus, die mit Krankheitserregern wie dem FSME-Virus infiziert sind. Diese Erreger übertragen die Tiere durch Stiche auf den menschlichen Wirt. Das FSME-Virus löst beim Menschen die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aus. Die Krankheit führt beispielsweise zu lebensbedrohlichen Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen.

Als Hauptüberträger des Virus, das das zentrale Nervensystem angreift, ist die Zecke bekannt. Doch nicht jede Infektion verursacht zwangsläufig einen ernsten Krankheitsverlauf. Während einige Menschen sogar sterben können, erkranken andere nur leicht oder überhaupt nicht. Die genauen Ursachen hierfür sind noch nicht geklärt, aber das Alter der Infizierten scheint für den Krankheitsverlauf wesentlich zu sein. Je älter der Betroffene ist, desto gravierender können die Folgen sein.

FSME ist durch zwei Stadien gekennzeichnet. Im ersten Stadium klagen Patienten über Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Die Symptome ähneln einer Sommergrippe. Im zweiten Stadium kann bei einigen Betroffenen das Nervensystem befallen werden, woraus Hirnhautentzündungen, aber auch Entzündungen des ganzen Gehirns resultieren können. Lang anhaltende oder bleibende Schäden sind nicht selten. Da die Krankheit nicht behandelt werden kann, ist es wichtig, auf einen angemessen Schutz vor FSME zu achten. Wer in Risikogebieten, in denen verstärkt infizierte Zecken leben, wohnt oder Urlaub macht, kann sich gegen die Krankheit mittels eine FSME-Schutzimpfung impfen lassen. Nicht alle deutschen Regionen sind Risikogebiete. Weit verbreitet kommen infizierte Zecken aber im Süden Deutschlands vor. Auf einschlägigen Seiten im Internet erfahren Sie, ob Ihre Region ein FSME-Gebiet ist.

Vor Zecken schützen kann man sich neben dem Meiden der FSME-Gebiete durch das Tragen von langer Kleidung, die vor allem an den Hosenbeinen geschlossen ist. Hierzu werden in gefährdeten Gebieten die Socken über die Hosenbeine gezogen. Ob zeckenabweisende Mittel über längere Zeit zuverlässig schützen ist noch nicht abschließend geklärt, sicherlich können Sie aber ergänzend angewendet werden.

Wenn Sie doch eine Zecke entdecken, kann sie vorsichtig mit einer Zeckenpinzette oder einer speziellen Zeckenzange entfernt werden. Dabei ist es wichtig, die Zecke restlos zu entfernen, dabei aber möglichst nicht zu zerquetschen.


Dieser Fachartikel passt thematisch zu Frühsommer-Meningoenzephalitis, FSME-Risikogebiete, FSME-Symptome, FSME-Virus, Gehirnentzündung, Hirnhautentzündung, Holzböcke, vor Zecken schützen, Zecken, zeckenabweisende Mittel, Zeckenbiss, Zeckenpinzette, Zeckenzange.
33 queries in 0,346 seconds
nach oben