Gangarten beim Pferd: Grundgangarten und Sondergangarten

Pferde können verschiedene Gangarten ausführen. Dazu gehören in erster Linie die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp, die von allen Pferden beherrscht werden. Schritt ist die langsamste Gangart, sie verläuft ohne Schwebephase. Dem gegenüber steht der Galopp als schnellste Gangart. Relativ hohe Geschwindigkeiten können Pferde aber auch beim Traben erreichen. Unterschieden werden versammelter Trab, Arbeits- und Mitteltrab sowie starker Trab.

Neben diesen Grundgangarten bewegen sich Pferde, die über besondere genetische Voraussetzungen verfügen, auch auf andere Weise fort. Ein Beispiel für solch eine Gangart ist der Tölt. Er kommt vorwiegend bei Islandpferden vor, wird aber auch von anderen Pferderassen gezeigt. Anders als beim Traben und Galoppieren entsteht beim Tölten keine Schwebephase. Für den Reiter ist der Tölt sehr bequem, da beim Reiten kaum Erschütterungen auftreten. Das Pferd fußt beim Tölt abwechselnd mit einem oder mit zwei Hufen auf dem Boden auf. Tölt kann im Arbeitstempo und sogar im Renntempo geritten werden. Dann erreicht ein töltendes Pferd Galoppgeschwindigkeit.

Weitere besondere Gangarten sind Pass und Rennpass. Beim Rennpass werden mitunter Geschwindigkeiten von bis zu fünfundvierzig Kilometern pro Stunde erreicht. Allerdings wird der Rennpass nur über kurze Strecken von erfahrenen Reitern geritten, da er sehr anstrengend für das Pferd ist. Pferde, die neben oder anstelle der üblichen Grundgangarten besondere Gangarten wie Tölt, Pass, Walk oder Rack beherrschen, werden als Gangpferde bezeichnet.


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