Gelee Royale – der Futtersaft der Bienenköniginnen

In einem Bienenstaat erhält nur die Königin einen speziellen Futtersaft, das Gelee Royale. Weiselfuttersaft, wie Gelee Royale auch bezeichnet wird, hat es in sich. In ihm kommen so wichtige Vitamine wie B1, B2, B6 und B12 sowie Folsäure, Ascorbinsäure, Biotin, Phosphor und viele freie Aminosäuren und Spurenelemente vor. Mit dieser besonderen Kost kann die Bienenkönigin bis zu fünf Jahre alt werden – für Bienen ein wahrhaft biblisches Alter – und pro Tag bis zu zweitausend Eier legen.

Auch die Menschen machen sich seit einiger Zeit Gelee Royale zunutze. Der Königinnenfuttersaft kommt als Kräftigungs- und Arzneimittel zum Einsatz. Vor allem in der Naturheilkunde wird das Bienenprodukt verwendet, auch bei der Herstellung von Kosmetikprodukten findet Gelee Royale Verwendung, denn es soll die Durchblutung der Haut fördern. Weiselfuttersaft werden antibiotische Eigenschaften zugeschrieben, weshalb er vielfach bei Infektionen angewendet wird. Weitere Einsatzbereiche ergeben sich bei der Behandlung von Wechseljahrbeschwerden und zur Stärkung des Organismus, speziell des Nervensystems.

Zumeist wird der Saft aus Fernost importiert. Einige wenige Imker ernten auch hierzulande kontrolliert ökologisches Gelee Royale in geringen Mengen, das zum Beispiel in Bioläden verkauft wird. Die meisten Imker lehnen die kommerzielle Nutzung des Futtersaftes allerdings ab, weil dazu Bienenvölker ohne Königin gehalten werden müssten und damit die natürliche Balance im Bienenstaat gefährdet ist.


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