Gesunde Lebensführung gegen die Entstehung von Darmkrebs
Die Ursachen für eine Darmkrebserkrankung sind noch nicht vollständig geklärt. Als gesichert gilt die Erkenntnis, dass für Menschen, die vermehrt zur Polypenbildung im Darmtrakt neigen, ein erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken besteht. Genetische Faktoren, aber auch Fehlernährung und Bewegungsarmut können nach Meinung der Forscher die Entstehung von Darmkrebs begünstigen. Eindrucksvoll belegt wird dieser Umstand dadurch, dass Darmkrebsfälle in westlichen Industriestaaten wesentlich häufiger auftreten als in den Ländern Afrikas, Asiens oder Südamerikas. Fettreiche und ballaststoffarme Kost hat scheinbar einen Einfluss darauf, dass gutartige Zellen im Darm entarten und so die tödliche Krankheit entstehen lassen.
Jeder Einzelne kann durch Ernährungsumstellung und eine gesunde Lebensführung, zu der viel Bewegung, Stressreduktion und ausreichender Schlaf gehören, das persönliche Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, minimieren. Zusätzlich zu diesen von jedem durchführbaren Maßnahmen können Menschen, die aus belasteten Familien kommen, Vorsorgeuntersuchungen vom Arzt vornehmen lassen. Diese werden, wie die Stuhluntersuchung oder die Darmspiegelung, von den Krankenkassen finanziell übernommen. Für über 50-Jährige, die ebenfalls zum Kreis der Gefährdeten gehören, werden desgleichen kostenlose Darmkrebsvorsorge-Untersuchungen angeboten. Oft ist nicht einmal eine unangenehme Darmspiegelung vonnöten.
Bereits ein spezieller Stuhltest, der Enzyme des Tumors nachweist, kann Gewissheit verschaffen, ob beim Patienten Anzeichen für die Entwicklung von Darmkrebs vorliegen. Deshalb ist es dringend zu empfehlen, dass alle potenziell Gefährdeten in regelmäßigen Abständen von den Vorsorgeuntersuchungen Gebrauch machen. Die ernsthafte Erkrankung, der auch heute leider noch tausende Menschen in Deutschland zum Opfer fallen, kann auf diese Weise wirkungsvoll bekämpft werden. Darmkrebs früh erkannt muss nicht tödlich enden, es bestehen im Gegenteil sehr gute Heilungschancen im Frühstadium der Krankheit. Darum sollte die Darmkrebsvorsorge nicht auf die leichte Schulter genommen werden.