Tiere vor Giftpflanzen auf der Weide schützen
Vor allem auf extensiv genutzten Grünflächen sind Giftpflanzen immer häufiger ein Problem. Sie können sich beispielsweise durch Samenanflug aus der Umgebung selbst auf Weiden ansiedeln. Es gibt Giftpflanzen, die aufgrund ihrer Wirkstoffkonzentrationen für Weidetiere eher ungefährlich sind. Aber es gibt auch stark giftige Pflanzen, deren Verzehr bei Pferden, Rindern und anderen Weidegängern zu teils schwer wiegenden gesundheitlichen Problemen oder sogar zum Tod führt.
Akute Vergiftungen treten meist unmittelbar schon in wenigen Minuten bis Tagen auf. Zu chronischen Vergiftungen kommt es bei oftmaliger und längerfristiger Aufnahme. Tierhalter sollten alle Giftpflanzen kennen, die ihren Tieren gefährlich werden können und diese von den Koppeln und Weiden entfernen.
Viele Giftpflanzen schätzen einen feuchten Standort. Deshalb empfiehlt es sich, besonders Gräben oder feuchte Niederungen nach Giftpflanzen abzusuchen. An feuchten bis nassen Standorten gedeihen beispielsweise so gefährliche Pflanzen wie Wasserschierling, Sumpfschachtelhalm, Herbstzeitlose oder Gift-Hahnenfuß. Auf Ödland, oft auch an Wegrändern wächst dagegen der hochgiftige Fleckschierling. Gefährlich ist auch das gelb blühende Jakobskreuzkraut. Regelmäßige Nachmahd kann die Samenausbildung von Giftpflanzen behindern und somit eine weitere Verbreitung reduzieren. Auch abgestorbene Pflanzenteile enthalten Gift. Deshalb sind auch viele Giftpflanzen im Heu gefährlich.
Doch nicht nur Kräuter können zu Vergiftungen führen, sondern auch angrenzende Gehölze oder bestimmte Bäume und Sträucher auf der Weide. Zu den für Tiere problematischen Gehölzen gehören Seidelbast, Buchsbaum und Goldregen sowie Eibe. Aber auch die Weiße Robinie und sogar die Stieleiche können Weidetieren gefährlich werden.