Golf – Eine Sportart auf dem Weg zum Breitensport?

Wenn man den Begriff “Golf” in einem Satz mit “für die breite Masse geeignet” verbindet, denken die meisten Menschen wohl eher an das Automobil als an die Sportart. Der Golfsport gilt in den Köpfen der Deutschen noch immer als elitär. Golf spielen Manager, Ärzte, Anwälte oder auch ehemalige Fußball-Profis, die Bürokauffrau und der Installateur gehen eher in ein Fitness-Studio oder bestenfalls zum Tennis.

Es gibt jedoch Tendenzen, dass der Golfsport vermehrt auch für ein breiteres Publikum zugänglich wird. So hat sich laut Angaben des DGV (Deutscher Golf Verband) die Zahl der Mitglieder von etwa 345.000 in 1999 auf gut 575.000 in 2008 erheblich gesteigert, pro Jahr kommen zwischen 20.000 und 25.000 neue Mitglieder hinzu.

Dennoch sollte man sich trotz dieser Zahlen nicht der Illusion hingeben, Golf würde sich zum Sport für jedermann entwickeln. Dies scheitert schon an zwei Gründen: Am Geld und am Platzbedarf. Ein Golfplatz benötigt im Vergleich zu anderen Sportarten enorm viel Fläche. Würde Golf in Deutschland zum Massenphänomen aufsteigen, so müssten unzählige neue Golfplätze gebaut werden, was mit einem nicht akzeptablen Landschaftsverbrauch verbunden wäre.

Zudem ist und bleibt Golf ein teures Vergnügen. Zwar gibt es inzwischen auch relativ preiswerte Golfausrüstungen für Einsteiger auf dem Markt, sowie Anbieter für gebrauchte Golfbälle und auch die Kosten für Anfängerkurse und Mitgliedsbeiträge sind je nach Verein teilweise durchaus moderat, jedoch sind diese letztlich immer noch höher, als bei anderen Sportarten.

Als Fazit könnte man also zusammenfassen, dass sich Golf durchaus auch für die Mittelschicht in der Bevölkerung zu einer immer beliebteren Sportart entwickelt, sich aber wohl nicht als Breitensport für die große Masse eignet.


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