Grillen mit dem Grillbrett
Hierzulande noch relativ unbekannt ist das Grillen mit Grillbrettern, die aus unterschiedlichem Holz, zum Beispiel aus Rotzeder, Roterle oder Hickory bestehen. In den USA und in Kanada ist das so genannte Plank Grilling seit langem bekannt und auch in Europa gibt es mittlerweile eine eingeschworene Fangemeinde.
Wie wird mit den Brettern gegrillt? Die Technik ist vergleichsweise einfach, dennoch muss für den optimalen Grillgeschmack einiges beachtet werden. Zunächst wird das Grillbrett vor seiner Nutzung für mindestens eine Stunde ins Wasserbad gestellt. Empfehlenswerter ist es, Grillbretter noch länger, circa für zwei bis drei Stunden, im Wasser quellen zu lassen. Durch das Quellen wird verhindert, dass das Holz auf dem Rost verbrennt. Es gibt auf diese Weise auch langsamer seine Aromastoffe ab. Neben dem reinen Holzaroma kann man auch das Grillbrett mit Fruchtsäften, Whiskey oder Wein tränken und erzielt so völlig neue Geschmackserlebnisse.
Man kann entweder einen Gasgrill verwenden oder einen geschlossenen Holzkohlegrill. Der Grill wird entsprechend vorgeheizt, dann entnimmt man das Grillbrett seinem Wasserbad und legt es auf den Rost. Die glatte Fläche des Brettes muss dabei nach oben zeigen. Anschließend wird der Deckel des Grillgeräts geschlossen. Daraufhin lässt man vier bis fünf Minuten verstreichen und pinselt das Holzbrett mit Olivenöl ein. Im Anschluss kann das Grillgut auf das Brett gelegt werden.
Bei geschlossenem Deckel wird das Grillgut richtig durchgegart. Dabei ist es nicht notwendig, ständig den Grillvorgang zu kontrollieren, indem man den Deckel anhebt. Im Gegenteil, dadurch wird nur Wärme an die Umgebung abgegeben und der Grillprozess verlängert sich. Je nach Art des Grillguts kann es bis zu maximal einer halben Stunde dauern, bis serviert werden kann. Dazu entfernt man das Grillgut und hebt auch das Brett vom Rost, das anschließend in kaltem Wasser gekühlt werden sollte. Die Holzbretter lassen sich übrigens so lange wieder verwenden, bis sie durchgebrannt sind.