Haarausfall: Ursachen und Behandlung

Haarausfall ist in der Gesellschaft kein Phänomen, insbesondere der Anteil der männlichen Bevölkerung über 30 hat mit dieser Erscheinung sehr oft zu tun. Die Medizin differenziert jedoch unterschiedliche Erscheinungen des Haarausfalles, der in 3 Gruppen auftritt. Die Erkrankungen sind zum Teil medikamentös, in schweren Fällen nur noch durch eine operative Haartransplantation zu behandeln.

Oft wird gar nichts gegen den Haarausfall unternommen, weil neben der optischen Erscheinung keine weitere Beeinträchtigung bemerkt wird. Die Kosten einer möglichen Behandlung übernimmt die Gesetzlichen Krankenkasse für weibliche Patientinnen, nicht jedoch für Männer. Frauen leiden unter den Erscheinungen des Haarausfalles stärker und reagieren mit psychischen Veränderungen, sind aber sehr selten wirklich davon betroffen.

Der überwiegende Teil des Haarausfalles betrifft die Männer und wird erblich-hormoneller Haarausfall genannt. Hierbei reagiert der Körper vererbungsbedingt übersensibel auf einen vom männlichen Geschlechtshormon Testosteron herstammenden abgewandelten Stoff, die Haarwurzeln reagieren mit Absterben. Behandelt wird diese Erscheinung durch Verabreichen von Östrogen in verschiedenen Darreichungsformen.

Bekannt ist ein weitere Gruppe, bei der der sogenannter kreisrunder Haarausfall auftritt. Dort entstehen kreisrunde unsystematische Flecken von Haarverlust, die in extremen Erscheinungen bis zum Totalverlust führen, aber erfreulicherweise für etwa 50 Prozent der Betroffenen nach ein paar Monaten ohne gezielte Behandlung vergessen werden können, da das Wachstum wieder einsetzt. Als Ursache wird vermutet , das Störungen des Immunsystems und psychische Störungen zur Blockade des Haarwachstums führen. Die Behandlung erfolgt überwiegend durch das Verabreichen von Kortison in Tinkturen, welche auf die Kopfhaut aufgetragen werden.

Komplettiert wird das Bild der Erkrankungen durch den diffusen Haarausfall, dessen Ursachen auf hormonelle Veränderungen durch Schwangerschaft und Antibabypillenpause, Mangelernährungserscheinungen und Stressfaktoren zurück zuführen ist, aber auch infektiös und durch Störungen der Schilddrüsen bedingt sein kann ist. Er tritt dadurch in Erscheinung, dass die Haare in der Gesamtheit dünner werden, punktuelle Verluste von Haarwurzeln entstehen nicht.


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