Haarwuchsmittel: Dem Haarausfall contra geben

Wenn Haare sich verabschieden die eine oder andere Geheimratsecke sich bemerkbar macht, dann wünschen sich vor allem Junge Männer etwas von dem berühmten Zaubertrank des Miraculix, mit dem er die Römer beschäftigte. Leider gibt es ihn für die heutigen Männer nicht. In vielen kleinen Zeitschriften wird zwar oft für Haarwuchsmittel geworben, aber diese Mittel haben einfach keine Wirkung.

Vor allem wenn es um genetisch bedingten Haarausfall geht, können die Betroffenen nur wenig dagegen tun. Kein seriöser Anbieter von Haarwuchspräparaten wird Wunder versprechen, denn kaum eine Therapie hat einen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit. Es gibt jedoch einfache Präparate, die bei manchen Betroffenen zu einer Verbesserung des Haarwuchses beitragen. Bei kreisrundem Haarausfall (alopecia areata) wird gerne mal zu Cortisonsalben gegriffen und bei anderen kahlen Stellen zu Zinkpräparaten – alles mit fragwürdiger Wirkung. Im Ausland kann man ggf. auch die neu aufgekommene "topische Immuntherapie" machen, die jedoch hier in Deutschland nicht möglich ist, da die Medikamente hier noch nicht zugelassen sind.

Neben schönheitschirurgischen Behandlungen, wie Haarverpflanzung und Haartransplantation, gibt es nur noch eine relativ vielversprechende Therapiemethode mit einem Präparat namens Propecia. Allerdings muss man bei der Behandlung mit Propecia, damit rechnen, dass, wenn überhaupt, erst nach ca. 6 Monaten erste Ergebnisse zu sehen sind. Zusätzlich muss das Medikament dauerhaft eingenommen werden, da es sonst – laut Hersteller – wieder zu Haarausfall kommt. Als verschreibungspflichtiges Medikament, ist es nur für Männer zugelassen und wird von den Krankenkassen nicht bezahlt. Für das Haarwuchsmittel muss man einen monatlichen Preis zahlen, der leider für viele Betroffene einfach zu hoch ist.


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