Hausstauballergie als eine der häufigsten Allergiearten
Sehr viele Menschen sind inzwischen von einer Hausstauballergie bzw. Hausstaubmilbenallergie betroffen. Allergieauslöser ist der proteinhaltige Kot der Hausstaubmilbe. Gelangen diese Eiweiße in die Atemwege, kann eine allergische Reaktion die Folge sein. Da die Milben sich ganzjährig im Wohnumfeld befinden, ist die Hausstauballergie auch nicht auf bestimmte Jahreszeiten begrenzt. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Ganzjahresallergie.
Die winzigen Milben haben ihren bevorzugten Lebensraum in Bettwaren, zum Beispiel Matratzen, Kissen und Bezügen, leben aber auch in anderen Textilien wie der Kleidung. Die Spinnentierchen sind relativ robust, so sterben sie erst bei einer Waschtemperatur von circa sechzig Grad Celsius. Wärme wird von den Milben bevorzugt, bei Temperaturen von zwanzig bis dreißig Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit finden sie optimale Lebensbedingungen vor. Ungefähr zehntausend Milben leben von uns unerkannt in einem Bett. Eine erschreckende Zahl. Da der Mensch viel Zeit mit Schlafen verbringt, ist er dementsprechend massiv den Allergenen ausgesetzt.
Eine Hausstaubmilbenallergie äußert sich durch bestimmte Symptome, zum Beispiel verstärktes Niesen, durch dauerhaften Schnupfen, angeschwollene Schleimhäute, Bindehautentzündung der Augen oder sogar durch asthmatische Anfälle. Die Beschwerden treten nachts und nach dem Aufstehen in besonderer Stärke auf. Es gibt Medikamente und medizinische Behandlungen, mit denen gute Resultate erzielt werden können.
Allergiker sollten aber selbst durch geeignete Maßnahmen zum Erfolg der Behandlung beitragen. Dazu gehört das Austauschen älterer Matratzen und das Verwenden von milben- und allergendichten Matratzen-, Kopfkissen- oder Bettenüberzüge. Alle Bettwaren für Allergiker sollten bei sechzig Grad Celsius waschbar sein, Matratze und Bett müssen gut belüftet werden. Das Schlafzimmer ist nach Möglichkeit nicht oder nur leicht zu heizen, textile Bodenbeläge sollten aus dem Schlafbereich entfernt werden. Zum Staubsaugen bieten sich Geräte mit Feinstaub- und Wasserfiltern an. Filtertüten müssen nach spätestens zwei bis drei Wochen gewechselt werden.