Hufrehe bei Pferden vorbeugen und behandeln
Viele Pferde leiden unter Hufrehe, einer schmerzhaften Erkrankung des Hufs. Es gibt sowohl die akute als auch die chronische Hufrehe. Pferdehalter erkennen die akute Form bei ihrem Tier unter anderem an folgenden Symptomen: Das Pferd will sich nicht bewegen und nimmt eine typische Schonhaltung ein. Dabei werden die Vorderfüße weit nach vorn gestreckt, die Hinterfüße stehen unter dem Körper. So lastet das Körpergewicht hauptsächlich auf den Hinterfüßen, während die schmerzenden Vorderfüße geschont werden. Lahmheit ist ein weiteres Zeichen für Hufrehe. Das Pferd tritt vorwiegend auf dem Ballen auf, bevor es mit der Zehe auffußt. Tastet man den Huf ab, sind deutliche Wärme und das Pulsieren der zehennahen Blutgefäße spürbar. Chronische Hufrehe entwickelt sich langsam und ist oft das Ergebnis bereits früher durchgemachter Reheerkrankungen.
Deutet alles auf einen akuten Reheschub hin, ist umgehend der Tierarzt einzuschalten. Bis zum Eintreffen des Tierarzt können Pferdebesitzer aktiv werden, indem sie ihr Tier in den Stall bringen, es nicht füttern, aber ihm Wasser zur Verfügung stellen. Jegliche Aufregung ist dem Pferd zu ersparen. Besonders anfällig für Hufrehe sind übergewichtige Tiere und hier besonders Ponys und Kaltblüter. Einem Reheschub geht oft das Füttern mit stark kohlehydrathaltigem Futter voraus. Auch wenn Pferde im Frühling auf fette Weiden gebracht werden, kann Hufrehe drohen. Aber ebenso sind Infektionen und andere Krankheiten sowie Verletzungen mitunter Auslöser für die Huferkrankung.
Wichtig ist es – nach erfolgreicher Behandlung durch den Tierarzt – neue Reheschübe zu vermeiden. Dies gelingt unter anderem dadurch, dass Pferde nicht unbegrenzt Gras aufnehmen können. Hierzu wird die Koppel mit Hilfe von Elektrozaun in kleinere Parzellen unterteilt. Langes Reiten und Fahren auf hartem Boden ist zu vermeiden und die Pferde sollten möglichst täglich bewegt werden. Fehlt die Zeit für einen Ausritt, kann auch longiert werden. In der Regel wird vom Tierarzt auch eine Futterumstellung empfohlen. Zu den vorbeugenden Maßnahmen gehört darüber hinaus die regelmäßige Hufpflege.