Hundekrankheiten, die durch Zecken verursacht werden
Im Frühjahr und im Herbst sind die Blut saugenden Zecken in der Regel am aktivsten. Nymphen und erwachsene Holzböcke erklimmen Gräser und Büsche bis hin zu einer beträchtlichen Höhe von eineinhalb Metern auf der Suche nach einem Wirt. Sie fallen nicht nur über Waldtiere wie Kleinsäuger oder Rehe her, sondern verschmähen auch das Blut von Menschen und ihren Hunden nicht.
An Geruch und Körperwärme erkennen die Spinnentiere einen geeigneten Wirt, klammern sich an ihm fest und suchen zum Saugen vor allem dünne Hautpartien auf. Holzböcke saugen sich jedoch nicht nur mit Blut voll, sie übertragen dabei auch Krankheiten. Juckreiz und Schwellungen sind noch das geringste Übel. Schlimmer ist es, wenn die Zecken mit Krankheitserregern infiziert sind und diese an den Hund weitergeben. Vor allem Borreliosebakterien sind in Zecken weit verbreitet. Die Erreger führen zur so genannten Lyme-Borreliose, die auch bei Hunden zum ernsten gesundheitlichen Problem werden kann. Symptome der Borreliose sind beim Hund beispielsweise Antriebslosigkeit, mangelnder Appetit, Erschöpfungszustände, Lymphknotenschwellungen oder auch Fieber und Lahmheiten. Das Tier sollte schnellstmöglich vom Veterinärmediziner mit einem Antibiotikum behandelt werden.
Zecken können darüber hinaus auch Babesiose übertragen. Hierbei werden die roten Blutkörperchen befallen, Symptome im Anfangsstadium sind hohes Fieber, Appetitverlust und Apathie. Später kann es zu einem verschlimmerten Krankheitsbild mit Erbrechen, Durchfällen, sogar Nierenversagen und Atembeschwerden kommen. In der Mittelmeerregion übertragen Zecken Ehrlichiose, eine ebenfalls schwere Krankheit. Wurden Hunde mit in den Urlaub in südlichen Ländern genommen, kann es zur Infizierung mit den Bakterien kommen.