Isländer: Gangpferde der besonderen Art

Islandpferde erreichen nur ein Stockmaß von 1,30 bis maximal 1,45 m und gehören somit zu den Kleinpferden. Die stämmigen Pferdchen wirken aufgrund ihres üppigen Behangs oft zottig, sie kommen in vielen verschiedenen Farbvariationen vor und wurden auf Island vorwiegend als Arbeits-, aber auch als Reitpferde genutzt.

Heute ist der Isländer ein beliebtes Freizeitpferd. Er gilt als intelligent, zuverlässig und leistungsfähig. Im Vergleich zu anderen Pferderassen beherrscht ein Islandpferd neben den üblichen Gangarten Schritt, Trab und Galopp noch zwei weitere: den Tölt und den Pass. Damit zählen Isländer Pferde zu den interessantesten Reitpferden überhaupt. Beim Tölt bleiben immer ein oder zwei Beine des Pferdes am Boden. Die Gangart ist von der Fußfolge dem Schritt ähnlich, nur dass beim Tölt das Pferd abwechselnd von ein oder zwei Beinen getragen wird, während beim Schritt immer zwei oder drei Beine am Boden sind und eines vortritt. Der Rennpass ist eine schnelle Gangart mit Schwebephase. Der Pass wird ausschließlich im Renntempo und meist nur über kurze Strecken geritten. Die Besonderheit beim Pass besteht darin, dass immer die Beinpaare auf derselben Körperhälfte des Pferdes gleichzeitig auffußen. Das Reiten im Tölt und Rennpass verlangt dem Pferdefreund viel Können und Erfahrung ab.

Isländer werden am besten gemeinsam mit anderen Pferden robust im Offenstall mit Weide gehalten. Vergleichsweise häufig tritt bei Isländern das Sommerekzem auf. Die Hauterkrankung wird von Mücken verursacht und äußert sich durch Scheuern hauptsächlich an Mähne und Schweif.


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