Jakobskreuzkraut: gefährlich für unsere Weidetiere

Es gibt verschiedene Giftpflanzen, die die Gesundheit von Weidetieren ernsthaft bedrohen können. Dazu gehört auch das Jakobskreuzkraut, das sich vor allem in der letzten Zeit rasant verbreitet hat. Sämtliche Pflanzenteile des Jakobskreuzkrauts sind stark giftig, wobei die Blüten besonders viele Alkaloide bzw. Giftstoffe enthalten. Problematisch ist auch, dass selbst in Heu und Silage die Giftwirkung des Jakobskreuzkrautes nicht verloren geht.

Aufgrund des unangenehmen Geruchs wird die Pflanze von erwachsenen Weidetieren eher selten gefressen. Doch junge Tiere tendieren dazu, sie bei starkem Auftreten oder auf überweideten Flächen dennoch aufzunehmen – mit schwer wiegenden Folgen. Es kommt zu Verdauungsproblemen, Krämpfen, Leberschäden und Tod. Besonders empfindlich reagieren Pferde und Rinder auf die Giftpflanze. Schon eine Menge von vierzig Gramm pro Kilogramm Körpergewicht reicht aus, um ein Pferd zu töten. Bei einer akuten Vergiftung bestehen keinerlei Heilungschancen.

Deshalb ist es wichtig, dass Tierhalter ihre Weidegänger vor der gefährlichen Pflanze schützen. Von Juli bis August blüht das Jakobskreuzkraut. Um eine weitere Verbreitung zu vermeiden, muss das Absamen der Pflanze verhindert werden. Das Kraut ist von den Weiden zu entfernen, man darf es nicht auf der Grünfläche liegenlassen, weil es im trockenen Zustand seine fresshemmenden Eigenschaften verliert, nicht jedoch seine Giftwirkung. Gut erkennbar ist das Jakobskreuzkraut an seinen goldgelben Blüten. Doch schon als nicht blühende Jungpflanze im Rosettenstadium ist das Kraut gefährlich. Aus dem Internet können diverse Abbildungen herunter geladen werden, sodass es Tierhaltern nicht schwer fällt, die Pflanze auf ihrer Weide zu identifizieren.


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