Kamine – Mehr als nur heiße Luft!

Was gibt es Schöneres, wenn es draußen dunkel wird und die Zimmertemperatur empfindlich sinkt? Ein paar Scheite Holz in den Kamin und ein gemütliches Feuer entzünden. Ein Kamin ist automatisch der Mittelpunkt eines Raumes, an dem sich die ganze Familie versammelt.

Der Begriff Kamin ist vom lateinischen Wort caminus für „Ofen“ abgeleitet. Rein pragmatisch ist ein Kamin dazu da, um das Zimmer zu wärmen und vielleicht noch zur dezenten Beleuchtung des Raums. Doch ein Kamin ist soviel mehr. Selbst wenn er nicht in Betrieb ist, stellt er ein Schmuckstück für jeden Raum dar.

Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Kaminen. Der offene Kamin war bis ins 19. Jahrhundert hinein weit verbreitet und die einzige Möglichkeit, einen Raum zu heizen. Jedoch war diese Heizform recht uneffektiv, da sie nur durch Wärmeabstrahlung des Feuers die Luft heizte. Eine technische Errungenschaft war dagegen der geschlossene Kamin, der die Verbrennungsenergie effizienter nutzt.

Aktuell sind wasserführende Kaminöfen sehr gefragt. Hier wird Wasser als Wärmeträger genutzt und die Verbrennungswärme des Ofens genutzt, um die Zentralheizung zu unterstützen. Das durch den Kamin erhitzte Wasser wird mithilfe von Heizrohren in die Wohnräume geleitet. Dadurch wächst die Energieausbeute in Form von Wärme immens.

Eine sehr praktische neue Form ist der Edelstahlkamin. Hier können Zu- und Abluft genau geregelt werden und man kann eine Computersteuerung anschließen. Geheizt wird beispielsweise mit Holzpellets.

Eine immer interessanter werdende Variante ist der Dekokamin oder Gelkamin. Hier wird entweder mit Brenngel oder mit Bioethanol befeuert werden. Man hat echtes Feuer, jedoch ohne Rauch- und Rußentwicklung, wodurch kein Kaminabzug erforderlich ist.


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