Körnerkissen für die Wärme- und Kältetherapie

Ein einfaches, effizientes und dabei natürliches Heilmittel und Hausmittel ist das Körnerkissen. Die Kissen werden mit Getreidekörnern, beispielsweise mit Roggen, Dinkel oder Weizen, gefüllt. Dieses Korn-Füllmaterial besitzt eine ausgezeichnete Speicherkapazität und kann Temperaturen gut halten, weshalb die Körnerkissen in der Wärme- und Kältetherapie gleichermaßen zum Einsatz kommen können. Damit das Füllmaterial nicht verrutscht oder verklumpt, sind die Kissen gesteppt. Neben Körnerkissen sind auch Nackenhörnchen und Nackenrollen erhältlich, die sich optimal an Kopf und Nacken anpassen.

Anwendungsbereiche ergeben sich ähnlich wie bei einer Wärmflasche unter anderem bei Verspannungen, Muskelkater, Bauchschmerzen oder kalten Füßen. Vor der Nutzung wird das Dinkel- oder Weizenkissen im Ofen, zum Beispiel im Backofen oder Kachelofen, erwärmt. Im Rahmen der Kältetherapie wird das Kissen hauptsächlich bei Prellungen, Verstauchungen, Zahnschmerzen, Wadenkrämpfen oder Nasenbluten eingesetzt. Dazu muss es vorher im Gefrierfach bzw. im Tiefkühlschrank gekühlt werden.

Vorsicht ist geboten, wenn ein Körnerkissen in der Mikrowelle aufgewärmt werden soll. Nicht jedes Kissen ist für die Mikrowellenbenutzung geeignet. Unter Umständen kann es sogar zum Brand kommen, entstandene Schäden werden von der Versicherung aufgrund fahrlässigen Handelns nur teilweise ersetzt. Deshalb sollte die Bedienungsanleitung genau geprüft werden, im Zweifelsfall ist auf die Mikrowelle besser zu verzichten, denn das Kissen kann problemlos auch im Ofen oder auf der Heizung  erwärmt werden.

Neben den bekannten Dinkelkissen oder Kirschkernkissen gibt es auch Kissen, die zusätzlich für einen aromatischen Duft mit Kräutern gefüllt sind.


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