Bekannte Speisepilze: die Krause Glucke

Wie Steinpilz, Pfifferling oder Maronenröhrling ist auch die Krause Glucke ein erstklassiger und vor allem ergiebiger Speisepilz. Aufgrund ihres großen und kompakten Wuchses gibt eine Fette Henne – wie die Krause Glucke oft bezeichnet wird – allein schon oft ein vollwertiges Pilzgericht ab. Bei Pilzsammlern ist die Krause Glucke deshalb sehr begehrt.

Rein äußerlich gleicht der Pilz einem Badeschwamm, denn die Oberfläche ist durch viele Verästelungen gekennzeichnet. Krause Glucken sind relativ leicht zu finden, weil sie mit ihrer weiß-gelblichen bis hellbräunlichen Färbung einen deutlichen Kontrast zur Umgebung bilden. Der Pilz wächst bevorzugt an Baumstümpfen von Nadelbäumen, insbesondere an Kiefern.

Wird die Krause Glucke nicht zu tief abgeschnitten, bildet sie jedes Jahr aufs Neue an bekannter Stelle ihren Fruchtkörper aus. Pilzsammler, die einmal fündig geworden sind, können also auch in den folgenden Jahren an diesem Standort mit einer reichen Pilzausbeute rechnen. Fette Hennen erscheinen hauptsächlich in den Herbstmonaten, mitunter können sie aber auch schon im Juli und im August auftreten.

Gesammelt werden sollten nur junge Exemplare, erkennbar an ihrer weißen bzw. gelblichweißen Färbung. Ältere Krause Glucken sind eher bräunlich und schmecken bitter, können sogar manchmal Verdauungsprobleme verursachen. Wichtig ist, dass die Pilze vor der Zubereitung gut gesäubert und mit reichlich Wasser gespült werden. In den Verästelungen ist nämlich oft Sand vorhanden, auch kleine Tiere wie Ameisen oder Spinnen finden in den Verzweigungen des Pilzes Schutz.


Dieser Fachartikel passt thematisch zu Fette Henne, Krause Glucke, Pilze, Pilze sammeln, Pilzmahlzeit, pilzsammler, Pilzzeit, Speisepilze.
44 queries in 0,340 seconds
nach oben