Bekannte Speisepilze: der Maronenröhrling

Der Maronenröhrling zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Speisepilzen Mitteleuropas. Er ist auch unter den Bezeichnungen Marone oder Braunkappe bekannt und es handelt sich bei ihm – wie der Name schon sagt – um einen Röhrenpilz. Die Röhren noch junger Pilze weisen eine hellgelbliche Tönung auf, drückt man mit den Fingern auf die gelben Röhren, verfärben sie sich bläulich. Der fleischige Hut des Pilzes ist braun gefärbt. Die Farbnuancen variieren dabei zwischen hellem Rotbraun und kräftigem Kastanienbraun. Auch Exemplare mit oliv-braunem Hut kann man finden.

Maronen sind mittelgroße Pilze mit einem Hutdurchmesser von maximal fünfzehn Zentimetern, der Stiel wird circa fünf bis zwölf Zentimeter lang. Bevorzugter Standort des Maronenröhrlings ist der Nadelwald. Pilzsammler können die wohlschmeckenden Speisepilze beispielsweise unter Fichten, Kiefern oder Lärchen vor allem ab Mitte September finden. Die Saison dauert bis zum Spätherbst an und findet ihr Ende, sobald die Frostperiode einsetzt. Ein abwechslungsreiches Pilzgericht kann je nach Sammelglück noch Steinpilze, Maronen und Krause Glucke und viele weitere heimische Pilzsorten enthalten.

Positiv zu bewerten ist, dass der Maronenröhrling aufgrund seines typischen Aussehens nicht mit Giftpilzen verwechselt werden kann. Trotzdem ist beim Sammeln Vorsicht geboten, denn Laien verwechseln die Marone manchmal mit dem Gallenröhrling, einem ungenießbaren Pilz, der das ganze Pilzgericht verderben kann. Junge Maronen werden wie andere essbare Pilze häufig eingelegt, die Pilze schmecken aber auch gebraten und geschmort hervorragend. Roh sollten die Pilze jedoch nicht verzehrt werden. Um sie auch jenseits der Pilzsaison in der Küche verwenden zu können, empfiehlt es sich, die Maronen zu trocknen. Sie lassen sich aber auch einfrieren, indem sie nach dem Säubern blanchiert werden.


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