Das Motorradfahren – Reiz und Gefahr

Immer wieder hört oder liest man von schweren Motorradunfällen, welche meist tödlich enden. Dennoch zieht dieses Hobby Tausende in seinen Bann, obwohl jeder Einzelne sich des enormen Risikos bewusst ist. Grundvoraussetzung dafür, überhaupt mit einem Motorrad zu fahren, ist eine vernünftige Schutzkleidung. Dazu gehören neben einem gut passenden Helm, vor allem auch eine Lederkombi, Handschuhe und spezielle Motorradstiefel. Wird ein offener Helm benutzt, so ist eine Schutzbrille oberste Pflicht. Das Motorrad sollte sich in einem verkehrstechnisch sehr guten Zustand befinden, die Reifen müssen ausreichende Profiltiefe aufweisen und der Umgang mit der Maschine muss in Fleisch und Blut übergegangen sein. Viele Unfälle passieren oft auch durch Unkenntnis im Manövrieren eines Motorrades. Hier bietet sich ein Fahrtraining, speziell nach einer längeren Pause, durchaus an. Keinesfalls unterschätzt werden sollten die Gefahren, die sich einem Motorradfahrer entgegenstellen können.

Häufige Ursache von Stürzen ist beispielsweise zu hohe Geschwindigkeit in Kurven und damit im Zusammenhang stehendes Wegrutschen aufgrund von Sand oder schmieriger Fahrbahn. Speziell im Herbst kann durch feuchtes Laub ein erhöhtes Gefährdungspotential bestehen. Weiterhin muss man stets damit rechnen, von anderen Verkehrsteilnehmern nicht oder eingeschränkt wahrgenommen zu werden. Die Verbindung von schmaler Silhouette mit Geschwindigkeit ergibt eine gefährliche Mischung. Ein Motorrad kann zehn mal schneller beschleunigen als ein PKW und sich buchstäblich wie ein Geschoss einer Gefahrensituation nähern. Umsicht und vorausschauende Fahrweise sind unabdingbar. Eine ebenfalls sehr große Gefahr geht von Wildwechseln aus. Zur Umgehung ist angeraten, in Waldgebieten und zur Dämmerungszeit die Geschwindigkeit anzupassen.


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