Nachtspeicherheizungen können die Gesundheit beeinträchtigen
Mitte des letzten Jahrhunderts waren Speicherheizungen hierzulande weit verbreitet. Strom galt als Alternative zu anderen Energieträgern wie Kohle oder Öl. Auch heutzutage sind viele Wohnungen noch mit Stromheizungen ausgestattet. Steigende Strompreise und die erhebliche Umweltbelastung bei der Erzeugung von elektrischer Energie sind aber Kennzeichen dafür, dass das Heizen mit Strom unwirtschaftlich und unökologisch ist, auch wenn Stromkonzerne Elektroheizungen nach wie vor stark bewerben.
Bei Nachtspeicherheizungen handelt es sich um Elektroheizungen, deren Funktion es ist, Wärme zu speichern. Zu bestimmten Tageszeiten (vorwiegend nachmittags und nachts) war oder ist mancherorts noch der Strom günstiger. Dann werden die Wärmespeicher mit Strom aufgeheizt. Die Wärme kann einige Stunden lang gespeichert werden. Durch interne Lüfter wird Raumluft in die Heizung geleitet und auf diese Weise erhitzt. Das Prinzip ist also relativ simpel.
Nachtspeicherheizungen sind in mancherlei Hinsicht bedenklich. Zum Beispiel bergen einige Modelle Gesundheitsrisiken. Gerade ältere Stromheizungen enthalten nicht selten Krebs verursachendes Asbest. Aus alten Geräten können Asbestfasern in die Raumluft gelangen. Nachteilig auf die Gesundheit wirkt sich auch aus, dass die warme Luft ins Zimmer geblasen wird. So kommt es zu Staubaufwirbelungen, unter denen vor allem Allergiker zu leiden haben. Das Raumklima wird ebenfalls durch die Heizungen in Mitleidenschaft gezogen. Denn Nachtspeicherheizungen verringern die Luftfeuchte im Innenraum teils erheblich. Trockene Heizungsluft führt aber häufig zu Erkältungskrankheiten, weil die Schleimhäute nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden.