Naturbaustoffe: Aufgrund besonderer Eigenschaften wiederentdeckt
War es vor Jahrhunderten gang und gäbe, Häuser mithilfe natürlicher Rohstoffe wie Holz, Schilf, Schafwolle oder Lehm zu errichten und zu dämmen, so kamen die Naturbaustoffe allmählich aus der Mode. Erst seit einigen Jahren erfolgt wiederum eine Trendwende. Denn man hat erkannt, dass die in der Natur vorkommenden Rohstoffe besondere bauphysikalische und baubiologische Eigenschaften besitzen, die sie zu sehr hochwertigen Baumaterialien machen.
Naturbaustoffe besitzen den besonderen Vorzug, dass sie meist gesundheitlich gut verträglich sind. Außerdem sind sie biologisch abbaubar, dadurch belastet ihre Entsorgung die Umwelt und nachfolgende Generationen nicht. Als Baumaterialien müssen auch natürliche Baustoffe zahlreiche Anforderungen in Bezug auf Langlebigkeit, Nutzungsbedingungen sowie ihre Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit erfüllen. Sowohl in Tests als auch in der Praxis haben sich speziell diese Rohstoffe bewährt und finden deshalb auch im modernen Hausbau verstärkt Verwendung.
Vor allem natürliche Dämmmaterialien können das Klima im Haus positiv beeinflussen, weshalb Naturdämmstoffe sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Als Hohlraumdämmung für die Dämmung von Decken und Wänden bietet sich unter anderem Flachs an. Durch die nachhaltige Produktion von Hanf oder Flachs erschließen sich auch für die Landwirtschaft neue Möglichkeiten und Einnahmequellen. Bei der Erzeugung der pflanzlichen Baumaterialien müssen keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, was wiederum der Umwelt zugute kommt. Im Hausbau vielfach gebräuchliche Rohstoffe sind auch Kies, Stroh, Sand und natürlich Holz und Lehm. Im Innenbereich finden unter anderem Naturprodukte wie Kork, Bambus oder Naturstein für die Herstellung hochwertiger Bodenbeläge Verwendung.