Neuerscheinungen 2009: Science Fiction Bücher

Spekulationen über alternative Geschichtsverläufe haben schon immer einen großen Reiz auf Leser ausgewirkt und sind längst nicht den Betriebsfesten von Historikern vorbehalten. Viele Klassiker der Science Fiction beschäftigen sich damit und bis heute ist die Faszination ungebrochen.

Eine Gattung, die seit Mitte der Achtzigerjahre immer mehr an Beliebtheit gewinnt, ist der Steampunk. Ursprünglich nur im viktorianischen England angesiedelt, gibt es inzwischen kaum noch Grenzen in diesem Subgenre. Elemente der Fantasy-, Horror-, Kriminal- und Science Fiction-Literatur werden vor einem historischen Hintergrund neu durchmischt und mit Persönlichkeiten der jeweiligen Epoche bevölkert. Vergleichbar einer postmodernen Bearbeitung der Abenteuergeschichten von Jules Verne durch Quentin Tarantino.

Steampunk begegnet einem längst nicht mehr nur in Romanform. Zahlreiche Comics, Animes und Computerspiele haben sich dem Thema und seinen unerschöpflichen Möglichkeiten angenommen. Zwei Beispiele von Steampunk als leichte Kinokost sind Wild Wild West und Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen. Beide an der Kinokasse grandios gescheitert, machen sie dennoch Spaß, denn sie haben den Charme altmodischer Abenteuerfilme, mit denen man gerne verregnete Sonntagnachmittage verbringt.

Interessante Romanneuerscheinungen in diesem Bereich sind die vierteilige Reihe „Der Bund der Alchemisten 04. Die Schatten Gottes“ von Greg Keyes, „Die Vampire“ von Kim Newman und „Die Welt am Abgrund“ von Andreas Zwengel.


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