Künstliche Nisthilfen einer regelmäßigen Reinigung unterziehen
Natürliche Nistmöglichkeiten für einheimische Vögel sind mancherorts rar geworden. Gartenbesitzer können zum Vogelschutz beitragen, indem sie in ihren Gärten künstliche Nisthilfen bzw. Nistkästen aufhängen. Meisen, Garten- und Hausrotschwanz und auch der selten gewordene Haussperling sowie viele andere einheimische Vogelarten nutzen die Vogelhäuschen gern und regelmäßig.
Aus Gründen der Hygiene sollte man die Kästen nach dem Aufhängen aber nicht sich selbst überlassen, sondern sie regelmäßig säubern. Eine Reinigung ist allerdings erst nach der Brutsaison angebracht, um die Tiere nicht zu stören. Gleiches gilt auch für Kontrollen während der Brutzeit, die man ebenfalls unterlassen sollte. Denn schon das Hineinschauen in den Kasten stellt für die Vögel oft eine Belastung dar, die ungestörte Aufzucht des Vogelnachwuchses wird so nicht gewährleistet.
Als beste Zeit, um die Nistkästen zu reinigen, gilt der Spätsommer sowie das Ende des Winters. Da einige Vogelarten in den künstlichen Behausungen überwintern, sollten die Kästen nicht während der Wintermonate, sondern erst Ende Februar gesäubert werden. Die Reinigung ist aber notwendig, weil nicht nur Vögel sich gern im Kasteninneren aufhalten: Flöhe, Milben und ähnlich lästiges Getier finden sich ebenfalls darin. Um sich selbst vor den Blut saugenden Parasiten zu schützen, sollten Gartenbesitzer ihre Vogelkästen ausschließlich im Freien säubern und nach Möglichkeit dabei Handschuhe tragen. Das alte Nistmaterial wird aus dem Kasten entnommen, hartnäckiger Schmutz oder Kot werden abgebürstet. Auf keinen Fall dürfen Insektenschutzmittel oder chemische Reinigungsmittel zum Einsatz kommen, damit die Gesundheit der Vögel nicht gefährdet wird.