Noni: Fruchtsaft, der es vor allem preislich in sich hat

Der Noni-Baum, ein Laubbaum, der besonders häufig in Polynesien, der Karibik, auf Madagaskar oder an den Küsten Mittelamerikas vorkommt, ist Lieferant von Noni-Früchten. Aus diesen Früchten wird der bekannte Nonisaft hergestellt. Bestimmte Noni-Produkte wie Nonisaft gelten als neuartige Lebensmittel, auch als Novel Food bezeichnet. Um solche Lebensmittel zu vertreiben, müssen die Hersteller oder Anbieter einen Nachweis erbringen, dass von ihren Produkten keine gesundheitsschädlichen Wirkungen für Verbraucher ausgehen.

Interessenten sollten jedoch berücksichtigen, dass damit lediglich die Unschädlichkeit des jeweiligen Produkts erwiesen ist. Ob das Mittel über gesundheitsfördernde Eigenschaften verfügt, wird dadurch nicht belegt. Viele Anbieter sind von der positiven Wirkung von Noni-Saft auf die menschliche Gesundheit überzeugt. In Studien konnte dafür allerdings kein Beweis erbracht werden. Noch immer werden die heilsamen Wirkungen von Nonisaft zum Beispiel bei Erkrankungen wie Krebsleiden oder Herzkrankheiten angepriesen, obwohl keine medizinische Wirkung nachgewiesen werden konnte. Anbieter, die solche Aussagen machen, verstoßen gegen das Verbot der krankheitsbezogenen Werbung bei Lebensmitteln.

Nonisaft ist in punkto Wirksamkeit anderen Fruchtsäften gleichzusetzen. Eine Heilwirkung ist von dem Genuss des Getränks nicht zu erwarten. Dafür ist der Saft sehr teuer. Wenn auch Noni-Saft keinerlei positive oder negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat, das Portemonnaie der Kunden wird mit dem Erwerb des Produkts auf jeden Fall stark belastet.


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