Ohrkorrektur als beste Therapieform bei Segelohren
Abstehende Ohren bzw. Segelohren werden allgemein als ästhetische Beeinträchtigung empfunden. Vor allem Kinder haben aufgrund von Segelohren häufig unter Hänseleien ihrer Altersgenossen zu leiden. Die Operation der Ohrmuschel ist bislang die einzige Therapie, die eine dauerhafte Ohrkorrektur ermöglicht.
Bereits Kinder ab dem fünften Lebensjahr können sich einer Ohrmuschelkorrektur unterziehen, denn dann ist in der Regel das Wachstum des äußeren Ohres schon abgeschlossen. Die Ohranlegung oder Otopexie ist ein gängiges chirurgisches Verfahren. Unter bestimmten Voraussetzungen wird die plastische Korrektur abstehender Ohren sogar von den Krankenkassen genehmigt. Das betrifft grundsätzlich Kinder, die das vierzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Operation wirkt sich in der Regel nicht auf das Hörvermögen des Patienten aus.
Die Durchführung einer Ohrplastik kann durch zahlreiche unterschiedliche Operationsmethoden erfolgen, die sich meist nur geringfügig voneinander abgrenzen. Eine innovative Operationstechnik funktioniert jedoch bereits ohne Haut- und Knorpelschnitte, nur durch spezielle Nähte, die keine sichtbaren Narben hinterlassen. Selbst kleinste Korrekturen im Millimeterbereich können mit der Fadenmethode durchgeführt werden.
Das Ohren anlegen mittels konventioneller Verfahren kann dagegen Früh-, manchmal auch Spätkomplikationen zur Folge haben. Unmittelbar nach der Otopexie können Schmerzen, Druck- und Kälteüberempfindlichkeiten sowie Blutergüsse oder allergische Reaktionen und weitere Beeinträchtigungen auftreten. Zu den seltener auftretenden Spätkomplikationen zählen Überempfindlichkeiten oder verstärkte Narbenbildung. Nicht immer gelingt es, die Ohren optimal anzulegen. Trotzdem ist die Otopexie die am meisten Erfolg versprechende Behandlungsform bei abstehenden Ohren.