Osterbrauchtum gestern und heute

Zu Ostern wurden früher viele Bräuche und Rituale gepflegt, die großteils auf heidnische Kulte zurückzuführen sind und auch heute noch von traditionsbewussten Menschen praktiziert werden.

Ein Beispiel dafür ist das Holen von Osterwasser. Wasser galt schon immer als Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit. Noch vor Sonnenaufgang am Ostersonntag begab man sich deshalb an bestimmte Bäche oder Quellen und schöpfte Wasser, das schweigend nach Hause transportiert werden musste. Kein Wort durfte auf dem Weg fallen, damit – laut Volksglauben – das Osterwasser seine Heil bringende Wirkung behielt. Das Quellwasser sollte das ganze kommende Jahr vor ernsten Erkrankungen und Unglücken schützen. Waschen mit Osterwasser diente darüber hinaus dem Zweck, die eigene Jugend und Schönheit zu erhalten. Sogar Tiere wurden mit dem Wasser behandelt, um sie vor Krankheiten zu bewahren.

Ein anderes uraltes und schönes Ritual, das sich auch heutzutage großer Beliebtheit erfreut, ist das Entfachen des Osterfeuers. Auch diese Tradition hat ihren Ursprung in vorchristlicher Zeit. Mit dem Osterfeuer wurde das Ende des Winters und der Beginn der Vegetationszeit gefeiert. In vielen Dörfern und Städten sieht man meist am Ostersamstag mächtige Feuer brennen, um die sich die Menschen versammeln.

Zu den beliebtesten österlichen Ritualen gehört das Färben, Verstecken, Verschenken und Rollen von bunten Ostereiern. Dieser Brauch hat auch den schönen Nebeneffekt, dass sich viele Familien in dieser Zeit zusammensetzen und Zeit damit Verbringen die Ostereier zu bemalen. Ein weiteres Muss ist für viele der Osterspaziergang mit der ganzen Familie.


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