Pfifferling: einst in Massen vorkommender, heute selten gewordener Speisepilz

Ein altes Sprichwort lautet: „Das ist mir keinen Pfifferling wert.“ Zurückzuführen ist dieses Sprichwort vermutlich auf die Tatsache, dass die kleinen gelben Speisepilze in früheren Zeiten weit verbreitet waren und im Wald oft in Massen vorkamen. Heute ist das anders. Pilzfreunde freuen sich, wenn sie mancherorts auf einer Pilzwanderung eine Handvoll der schmackhaften Pilze finden.

Seit einigen Jahrzehnten sind Pfifferlinge rar geworden. Man findet eher Maronen oder Wiesenchampignons, aber die kleinen gelben Pilze sind fast so rar geworden wie Steinpilze. Es gibt nur Vermutungen, warum die Pilze bei uns heute eher selten sind. Es wird angenommen, dass die zunehmende Luftverschmutzung dafür verantwortlich ist. Das Pilzmyzel, also die unterirdischen Bestandteile, vertragen schwefelige Säure schlecht. Und auch Ozon hat eine negative Wirkung auf das Gedeihen der Pilze, denn es soll die Sporenbildung hemmen. Trockenheit, intensive Forstwirtschaft und Stickstoffbelastung des Bodens gelten als weitere, für das Pilzwachstum schädliche Faktoren.

Wer bei der Pilzsuche kein Glück hat, kann seinen Bedarf an Pfifferlingen in der Gemüseabteilung von Supermärkten decken. Hier sollte man aber wählerisch sein. Viele der erhältlichen Pilze sind nicht mehr frisch. Sie weisen trockene Stellen am Hut oder am Stielende auf. Solche Pfifferlinge sollte man nicht kaufen. Gleiches gilt für bereits getrocknete Pfifferlinge oder Pilze in der Dose. Sie haben im Vergleich zu frischen Pilzen oft kein nennenswertes Aroma und eignen sich daher für die Verfeinerung von Speisen weniger gut.


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